Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Frank Motley & The Hitchhikers – Mr. Fortune (1971)

by Kilian

„From WNYC, this is Freakonomics Radio: the podcast that explores the hidden side of everything. Here is your host, Stephen Dubner.“

Tröt-Tröt-Tröt. Rigidigidingding. Tröt-Trö-Tröt. Ragdagadakdak. Tröt-Tröt-Tröt. Ragadagadakdak. Tröö-rötötöt. Trommeltrommeltrommel. Sorry. Es wäre nicht das erste Mal auf dieser Plattform, dass die Inspiration zu einem Post aus dem Reich der Podcasts käme. In diesem Fall dient der vorliegende Song dazu einem der qualitativ und inhaltlich hochwertigsten englischsprachigen Podcasts als Intro und regelmäßigen Hörern jenes Podcasts dürfte die Melodie mittlerweile so vertraut sein wie die Gongs der Tagesschau. Die Rede ist von Freakonomics Radio, dem Podcast des Journalisten und Autoren Stephen J. Dubner. Mr. Dubner ist vor allem durch seine Arbeit für die New York Times und seine drei, in Zusammenarbeit mit dem renommierten Ökonomen Steven Levitt von der ebenso renommierten University of Chicago, erschienenen Bücher und Bestseller „Freakonomics: A Rogue Economist Explores the Hidden Side of Everything“ sowie dessen Nachfolger „SuperFreakonomics“ und „Think Like A Freak.“ In Freakonomics Radio geht Stephen Dubner – mit häufigen Auftritten von Steven Levitt –, wie das eingangs gesetzte Zitat ankündigt, so ziemlich allen Phänomenen des täglichen Lebens mit einem oft ökonomischen, doch immer gründlichen, differenzierten und interessanten Ansatz auf den Grund, so in der Vergangenheit beispielsweise warum wir immer noch Bargeld benutzen, ob das Schreiben mit der Hand noch zeitgemäß ist, oder ob uns, wie 2008 mit den Immobilien, ein Platzen der Blase von Matratzengeschäften bevorsteht. Kurzum: Freakonomics Radio ist ein großartiger Podcast, der vorbehaltlos zu empfehlen ist. But back to what we’re here for!

Bei extravagantem, abseits der Norm liegendem Einsatz rhythmischer Mittel in der Musik kann sich bisweilen die Frage aufdrängen, ob das Gehörte nun genial oder einfach schlampig ist. Dieses Gefühl kann den Hörer bei, sagen wir, einem Primus-Livegig befallen, wenn Les Claypool im Tropenhut seine Whamola malträtiert, im Club, wenn holpernder und polternder Techno oder ein gewollter oder ungewollter holpriger Übergang auf einmal Sinn zu ergeben scheinen, oder wenn man sich einmal durch die Jazz-Diskographie des dritten Quartals des 20. Jahrhunderts hören möchte – der Grat ist ein schmaler, soviel ist gewiss. Auch bei diesem Song, der mittlerweile auch schon ganze 35 Jahre zählt, hat man es darauf ankommen lassen, doch die Waage schlägt ganz eindeutig in eine Richtung aus.

Frank Motley war ein US-amerikanischer Instrumentalist und Bandleader, der in seiner von den 1950ern bis in die 1970er Jahre reichenden Karriere hauptsächlich in Kanada aktiv war. Eine der Besonderheiten des Trompeters, der auch als Sänger und Posaunist aktiv war, war seine Technik, zwei Trompeten gleichzeitig zu spielen, die ihn auch den Namen Spitznamen „Dual Trumpet“ Motley einbrachte. Um 1966 gründete er in Toronto die Band The Hitchhikers, welche bis 1970 Bestand hatte. Das von Wayne McGhie geschriebene „Mr. Fortune“ befindet sich ausschließlich auf einer in Kanada gepressten und über Heart Records im Jahr 1971, nach der Auflösung der Hitchhikers, erschienenen Single. Ins Ohr stechen sofort der unregelmäßige, holpernde Groove, der absolut glänzende Sound des Schlagzeugs, die Epik versprechenden Klänge der Bläser (besonders) im Intro und die bestechende Stimme des Vokalisten, Mighty Pope – funky ist fast kein Ausdruck mehr. Feinster, alles andere als ordinär klingender Funk, bei dem von der Kick zur Snare, von der Bläsersektion zum Gesang, irgendwie alles passt.

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Bookworms – Love Triangles (2012)

by Kilian

Raffinesse – wohl eines der schönsten französischstämmigen Wörter innerhalb der deutschen Sprache und definitiv eines, wofür die letztere kein semantisch ebenso genaues Pendant hat finden können. Dieses wohlklingende, punktgenaue Konstrukt, welches Gewieftheit, Cleverness, Schläue und eine gewisse Durchtriebenheit mit einschließt und dabei doch so viel mehr ungesagt impliziert. Raffiniert sein kann allerdings vieles: Zucker und Öl in der schnöden rationalen Welt, doch auch Kunst und Musik im Kosmos des Schönen und Ästhetischen ganz besonders. Der Duden gibt als Bedeutung des Wortes raffiniert an, etwas sei bis ins Einzelne ausgeklügelt oder voller Raffinesse und auf den vorliegenden Release aus dem Jahre 2012 trifft beides zweifelsohne voll und ganz zu.

Veröffentlicht über L.I.E.S. – Long Island Electrical Systems – aus den USA, erschien der Track „Love Triangles“ auf der gleichnamigen EP von Bookworms aus Brooklyn, NYC. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der Produzent Nik Dawson, der in seiner bisherigen Karriere neben L.I.E.S. auch auf anderen Labels mit gehörigem Szenerenommee wie Russian Torrent Versions oder Confused House veröffentlichte. „Love Triangles“ war 2012 sowohl sein erstes Release auf L.I.E.S. als auch sein erstes Release an sich. Der Titeltrack der Scheibe präsentiert sich als – wie eingangs angesprochen – extrem raffinierter, von anfänglich zu fehlen scheinender Stringenz über erratische Rhythmuskompositionen zu kaum abwehrbarem Groove reisender Track der Marke Deep House, dem die in den bescheidenen Augen des Autors nicht unbefleckte Konnotation dieser Genrebezeichnung in keinster Weise gerecht wird. Der verwinkelte, doch ab einem gewissen Punkt unüberhörbare und überraschende Zugang zu diesem Track, die auf verschiedenen, autonom ansprechenden Ebenen ablaufende Rhythmik und die durchdachte Produktion veredeln „Love Triangles“ zu einer House-Nummer erster Güte.

Hört mehr Musik von Bookworms bei Soundcloud!

(via Resom)

 

Chronophone feat. Mike Anderson – In The Sunset (Werner Niedermeier Remix) (2014)

by Kilian

G’day, motherfuckers! Ein wunderschöner Montag und ein guter Start in die Woche ist dem illustren, elitären, weit über dem Rest jedweder anderer Medienkonsumenten stehenden Zirkel, der sich die Backinthedaze.-Leserschaft nennt, ausnahmslos zu wünschen – ihr schafft das schon, bisher ist es noch jedes Mal immer Freitag geworden! Durch eine glückliche Fügung ist meine eigentlich genau jetzt stattfindende Übung zur Geschichte Ägyptens entfallen, was meinen Montag dementsprechend zu einem freien Tag macht. Ixnay on the uni, deal with it, Leistungszwang. Die freigewordene Zeit wird sich wohl mit Erledigungen diverser Natur – Gängli, wie man bei mir zuhause so schön sagt – und Arbeit im Haushalt füllen, aber, wie man just in diesem Moment lesen kann (wow, meta as f) – erstmal schreiben.

Besonders irritierend in den vergangenen Tagen fand ich, dass der Winter nun endgültig angekommen ist, auch ohne Schnee und Glatteis. Es wird um 16 Uhr einfach schon fucking dunkel, was, wie mir auffällt, die Zeitspanne innerhalb des Tages, welche man, ohne sich anzulügen, ehrlich als produktiv bezeichnen darf, teilweise doch sehr beschneidet. Nichtsdestotrotz gab es in der vergangenen Woche und auch heute wieder trotz klirrender Kälte Sonne satt, die es selbstverständlich auszukosten gilt. Den passenden Sound dafür liefert heute – auch wenn der Titel des Songs der Uhrzeit des Posts diametral gegenüber steht – Werner Niedermeier.

Niedermeier ist schon seit den frühen 1990ern ein Teil der deutschen elektronischen Szene und nimmt eine Pionierrolle im deutschen House ein. Sein erstes eigenes Label, Soul Camp Recordings, gründete er 1999 in Berlin und veröffentlichte darauf Musik von Künstlern wie beispielsweise Phonique oder Martin Landsky. Er selbst releaste Musik und spielte Sets für Labels und Clubs aus allen für die internationale Szene auch nur annähernd relevanten Ländern wie Deutschland, Japan, Frankreich, Großbritannien, Belgien oder den USA (um nur einige zu nennen), sein Weg führte in mittlerweile schon in die Panorama Bar, das bald wieder eröffnende Fabric in London oder ins Tokioter Yellow. Kurzum: Ein weit gereister DJ und Produzent, der schon eine ganze Menge gesehen hat.

Für das spanische Label Subwax Excursions hat er sich im Jahr 2014 in Form eines Remix des Tracks „In The Sunset“ von Chronophone feat. Mike Anderson angenommen, welcher auf der gleichnamigen EP veröffentlicht wurde. Chronophone ist ein DJ aus der Schweiz, welcher sich ganz seiner Passion für Detroit und Dub Techno verschrieben hat. Wie bereits angesprochen, strahlt auch heute bei sommerlichen -1 °C schönster Sonnenschein über Leipzig und nomen est ja bekanntlich eben doch omen und die vorliegende Nummer passt daher, wie erwartet, genau in die Stimmung. Um mich zu vergewissern, ob der Track auch wirklich gut ist, kann ich ihn ja zum für 16:03 Uhr (sic!) prognostizierten Sonnenuntergang nochmal durch die Boxen laufen lassen. (jetzt schon #sickofwinter) Der Remix präsentiert sich als entspannter, sommerlicher House, der mit smarten Percussions, einer ansteckenden Bassline und für meinen Geschmack stellenweise fast einem Iota zuviel Lyrics daherkommt (aber nur fast) und einfach Spaß macht. Runde Nummer, das Ganze!

via Cinthie

Ich hab mein Riff in Heidelberg verloren: Buddha Sentenza – Semaphora (Album)

by Kilian

Sonntagabend, 20 Uhr. Es ist der zweite Advent, die Gassen der Leipziger Innenstadt sind immer noch mit Kunden jedweder Couleur gefüllt, dem zweiten Advent, dem Weihnachtsmarkt und nicht zuletzt dem verkaufsoffenen Sonntag sei Dank. Meine achtstündige Schicht auf der Arbeit heute hat das natürlich nur marginal verbessert, um es vorsichtig auszudrücken. Nach verrichtetem Tagwerk sitze ich nun in meinem geschätzten Schreibtischstuhl, habe ein kühles Freiberger Pils, einen doppelten Glengoyne und die obligatorische Sportzigarette vor mir und, wie so oft, wenn es ausnahmsweise mal ein langer Tag statt einer langen Nacht war, die nötige, gitarrendominierte, adäquat harte, ventilierende Musik dazu aus den Boxen – Stoner Rock.

OB DAS DIE SOGENANNTEN EXISTENZIALISTEN SIND, VOR DENEN PAPA MICH GEWARNT HAT? SO SCHLIMM SEHEN SIE EIGENTLICH GAR NICHT AUS.

Für den Soundtrack meines frühen Abends sorgen heute Buddha Sentenza aus dem schönen Heidelberg. Das Quintett, welches in dieser Form bereits seit sieben Jahren gemeinsam musiziert, veröffentlichte nach dem Demo „mode0909“ aus dem Jahr 2009 und „South Western Lower Valley Rock“ von 2013 in diesem Jahr ihr zweites reguläres Album, welches auf den Titel „Semaphora“ hört und in meinen Augen definitiv zu überzeugen weiß. Auf sechs Tracks, die sich in ihrer Länge jeweils zwischen etwa fünf und elf Minuten einpendeln, wird jedes atmosphärische Feld in auffallender instrumentaler Qualität beackert und der musikalischen Herkunft der Band Tribut gezollt. Ins Auge sticht besonders, dass es der fünfköpfigen Band vom Neckar über die gesamte Lauflänge von 47 Minuten gelingt, das Geschehen auch für anspruchsvollere Zuhörer durchgehend interessant zu halten. Kulminierende Riffs und nach vorne preschende Drums wechseln sich ab mit sphärischen Synths und melancholischen Adagios, die den geneigten Hörer kaum merklich, aber unwiderruflich in den Bann des Albums ziehen. Klar hörbare Einflüsse der 1970er – besonders schön auf meinem sofortige Reminiszenzen an Deep Purple hervorrufenden Favoriten „Laika“ zu hören – erscheinen, einmal durch den kreativen Apparat der Heidelberger gedreht und gepaart mit toll eingesetzten psychedelischen und Stoner-Elementen, im modernen Gewand und entpuppen sich als Schmankerl für jeden Freund instrumenteller Rockmusik. Drums, zwei Gitarren, Bass und Keyboard – was braucht man mehr?

Auch wenn ich nicht der Erste bin, wenn es darum geht, eigene Defizite einzugestehen – besser als der Promotext kann ich es zu diesem Zeitpunkt (es ist Sonntagabend, sorry) wirklich nicht in Worte fassen: Put your foot on the gas pedal, let go of the steering wheel, close your eyes and enjoy the ride!

Checkt und unterstützt die Band über Facebook, Bandcamp oder ihre Website!

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French Montana – In The Sun (feat. Curren$y) (2010)

by Kilian

Dezember in Leipzig, Himmel grau, Wetter kalt. Das neue Semester ist in vollem Gange und manch Unglücklicher, meinereiner nicht ausgeschlossen, hat die Hibernation schon wohl etwas verfrüht begonnen und muss jetzt erstmal sehen, wo er bleibt. Dazu noch nebenbei arbeiten gehen, um dieses Money nach Hause zu bringen und sich den mondänen Lebensstil auf nicht zu kleinem Fuße finanzieren zu können, verengt den Zeitplan nun noch mehr – Hedonismus und Dispo sind nämlich keine guten Freunde, wie die Erfahrung zeigt. Wie dem auch sei, die Laune und die negative Auslastung sind momentan etwas suboptimal, daher machen wir uns besser daran, das zu ändern.

Trost und Drive sind wie immer in der Musik zu finden, weshalb ich mich an diesem Donnerstag dazu berufen fühle, einen meiner absoluten Lieblingstracks mit euch zu teilen. Erinnerungen weckt dieser an unbeschwertere Tage, junge Tunichtgute mit dem Kopf voller juvenilem Nonsens und einer Menge Zeit, erste Tänze mit der grünen Lady und absolut großartige Sommer, kurz bevor ich meine unterfränkische Heimat verlassen habe, um… um… um irgendwas zu finden.

Veröffentlicht wurde „In The Sun“ auf dem Mixtape „Cocaine & Caviar“ von French Montana aus dem Jahr 2010, allerdings bereits im Mai desselben Jahres unter dem Titel „So High“ auf dem von Big Mike, Evil Empire, DJ Self und Montana gehosteten Tape „Mac & Cheese 2.“ In letzterer Form allerdings noch mit nervigen Ansprachen eines der Hosts am Beginn der überragenden Produktion von Harry Fraud. Als Featurepartner hat sich der New Yorker für dieses Glanzstück Curren$y aus New Orleans eingeladen, seines Zeichens wohl eine der fruchtbarsten Adressen, wenn es um erstaunliche Qualität bei erstaunlicher Quantität der Releases geht – allein dieses Jahr hat Mr. Franklin bereits elf Mixtapes veröffentlicht, das jüngste mit dem Titel „11/30“ am vergangenen Dienstag.

Der Beat steht exemplarisch für das produktive Talent des Harry Fraud aus L.A., der unter anderem schon zahlreiche Projekte mit Größen wie Action Bronson veredelt. Als Sample für diese Ode an den Sonnenschein und die entspannenden Stunden, die damit einhergehen, dient eine Nummer, die sich mittlerweile zu einem meiner Lieblingstracks entwickelt hat, hier aber noch einmal in einem separaten Post gewürdigt werden muss.

PENNING THESE LYRICS FROM A HAMMOCK
WITH AN OUNCE OF KUSH, A PACK OF BAMBOOS
AND AN ICE CREAM SANDWICH, I’M THAT DUDE

Diese einleitenden Worte des Parts von Curren$y umreißen das Setting, in dem man sich diesen Track im Optimalfall zu Gemüte führen sollte, perfekt. Hängematte, Kush, Sonne und Eis – es geht wahrlich schlimmer. „In The Sun“ beweist sich als extrem gut alternde, sehr arrondierte Liebeserklärung an Cannabis im Sonnenschein, perfekt für die korrespondierenden Lebenslagen. Oder, wie es French ein paar Zeilen später formuliert: „Homie high somewhere in Venus.“

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Hobbys sind Hobbys: Bundesverfassungsgericht kippt rigiden Schutz stiller Feiertage

by Kilian

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Manchmal möchte man meinen, man müsse die metaphorische Flinte doch noch nicht ins Korn werfen, wenn sich juristisch, politisch oder sozial ausnahmsweise mal wieder etwas tut, was mit gesundem Menschenverstand, Aufklärung und der Tatsache, dass wir im 21. Jahrhundert leben, tatsächlich vereinbar ist. Besonders die Kirche und ihre verlängerten Arme wie die CSU oder der Arbeitskreis Päderasten mit Lehrauftrag e.V. glänzten in der Vergangenheit immer wieder damit, die Dinge doch lieber so zu lassen, wie sie sind, doch die Karlsruher Bundesrichter konnten mit dem rechtskräftigen Urteil vom 31. November 2016 immerhin einen Etappensieg für des Denkens fähige Menschen erstreiten, indem sie einer Verfassungsbeschwerde des säkularen, laizistischen Bundes für Geistesfreiheit (BfG) stattgaben und den ausnahmslosen Schutz stiller Feiertage in Bayern und Deutschland für verfassungswidrig erklärte.

Die Geschichte entwickelte sich, beginnend im Jahre des Herrn 2007, wie folgt:

Um die bayerische Regelung gerichtlich prüfen zu lassen, hatte die Gruppierung am Karfreitag 2007 eine Veranstaltung in einem Münchner Theater organisiert.

Die zum Abschluss geplante „Heidenspaß-Party“ wurde – wie abzusehen war – untersagt. Zu Unrecht, sagt nun das Verfassungsgericht. Zwar darf der Karfreitag als „stiller Tag“ laut Beschluss besonders geschützt werden. Jede Befreiungsmöglichkeit von vorneherein auszuschließen, sei aber unverhältnismäßig (Az. 1 BvR 458/10).

Zu den stillen Feiertagen, welche im Land der Bayern besonderen Schutz genießen – bei den deutschen Rekordfeiertaggenießern in meiner Heimat sind es derer neun – zählen unter anderem Allerheiligen, der Totensonntag oder eben der Karfreitag. Für diesen gilt, beziehungsweise galt, ein ausnahmsloses Verbot „jede[r] Art von Musikdarbietung in Räumen mit Schankbetrieb“ – Betonung auf der Vergangenheitsform, denn exakt diese Ausnahmslosigkeit wurde nun vom Bundesverfassungsgericht negiert.

Die striktesten Regeln gelten für den Karfreitag. Dann sind auch Sportveranstaltungen und „musikalische Darbietungen jeder Art“ „in Räumen mit Schankbetrieb“ verboten. Für die anderen Tage sind Ausnahmegenehmigungen möglich, „nicht jedoch für den Karfreitag“.

Es sei zwar grundsätzlich gerechtfertigt, für bestimmte, auch christliche Feiertage einen „qualifizierten Ruheschutz“ zu schaffen, heißt es in dem Beschluss. Gar keine Ausnahmen zuzulassen, sei aber mit der Weltanschauungs- und Versammlungsfreiheit unvereinbar.

Wer jetzt meint, kommendes Jahr in der Nacht zum 14. April irgendwo in der bajuwarischen Pampa ordentlich mit einer „Cannibal Corpse meets Perc“-Grindcore-Techno-Avantgarde-Disko die Puppen tanzen zu lassen, sollte sich allerdings nicht zu früh freuen: Die betroffene Abschlussparty des Events „Religionsfreie Zone München 2007“ hätte zwar zugelassen werden müssen, da sie nicht von rein hedonistischen oder kommerziellen Interessen der Veranstalter getragen wurde, allerdings hat diese auch, so die Meinung der Richter, die öffentliche Meinungsbildung und Weltanschauungen tangiert – es wird also auch in Zukunft bei weitem nicht jede Party an stillen Feiertagen erlaubt werden.

Sei dies, wie es will, jeder Schritt, der Macht und Einfluss von Staat und Kirche auf das Leben privater Bürger eindämmt, ist einer in die richtige Richtung. 

via Berliner Morgenpost

Violent Femmes – Good Feeling (1983)

by Kilian

Mein lieber Herr Geheimrat, ein vorzügliches Wochenende. Leicht gebeutelt vom ausgelebten Hedonismus der Samstagnacht und des Sonntages sitze ich nun an diesem kalten, doch wunderschön sonnigen Novembermontag in meinem Zimmer und fühle mich erstaunlich ausgeglichen und entspannt. Geschuldet dem Umstand, dass an den Wasserleitungen in unserem Haus bis in den Nachmittag irgendwelche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden und geschuldet der Tatsache, dass ich das zwar seit vergangener Woche zur Kenntnis genommen, aber dann im Eifer des Wochenendes glorreich verdrängt und dementsprechend keinerlei Vorbereitungen getroffen hatte, sitze ich buchstäblich in meiner eigenen Wohnung auf dem Trockenen – Duschen und Kaffee sind dementsprechend passé und der Montag ganz nonchalant vollumfänglich zur Regeneration der körperlichen und mentalen Kräfte genutzt. Es geht mir gut, ich mein, es könnte weitaus schlimmer sein.

Veredelt wurden die vergangenen 48 Stunden auch noch durch mir sehr sehr lieben Besuch aus Berlin, welchen ich ohne Umschweife zu meinen absoluten Lieblingsmenschen zählen darf und viel zu lange nicht gesehen hatte, demnach stand die Visite ganz im Zeichen guter Vibes. Leider – screw you, university – waren diese guten Vibes nur von viel zu kurzer Dauer, zwar bis in den letzten Moment ausgekostet, doch flüchtig und, wie mensch dann schmerzhaft bewusst wird, viel zu selten. Dieses Gefühl, das einen in solchen Augenblicken, wie beim Abschied, beschleicht, wird wohl durch keinen Song besser in Musik ausgedrückt als in diesem: „Good Feeling“ aus dem Jahr 1983. Geschrieben und aufgenommen von der Band Violent Femmes aus Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin stammt es von deren mittlerweile ikonischem, autonymen Debütalbum auf Slash Records, welches es beispielsweise in der bescheidenen Meinung des Rolling Stone auf Platz 22 der einhundert besten Debütalben aller Zeiten geschafft hat. In wechselnder Besetzung und mit Pausen besteht die Band heute noch und wieder aus den beiden Gründungsmitgliedern Gordon Gano und Brian Ritchie an Gitarre respektive Bass sowie John Sparrow am Schlagzeug und stilistisch ist die Musik der Violent Femmes mit den Tags Post-Punk oder Folk Punk nach wie vor leidlich gut umrissen, wenn auch bei weitem nicht gut einsortiert.

VAGUE SKETCH OF A FANTASY LAUGHING AT THE SUNLIGHT (LIKE HE’S BEEN UP ALL NIGHT)

Die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit der guten Gefühle sind wohl zwei ihrer Eigenschaften, die diese Momente so selten und dabei so wertvoll machen. Gordon Ganos sehnsüchtiges Klagen, dass seine kleine Lady doch nur ein klein wenig länger verweilen möge, nur für ein paar weitere Tropfen von Fortunas süßem Nektar, hat auch nach 33 Jahren nichts von seiner punktgenauen, emotionalen Wirkung verloren. Prädikat: Absolut wertvoll.

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0733 – Alternative Roots (1992)

by Kilian

Montagabend, halb neun. Ich sitze im ICE von Fulda nach Leipzig und blicke auf ein extrem angenehmes, phasenweise durchaus vernebeltes aber von vorne bis hinten mit Liebe gefülltes Wochenende zurück, dass mich sogar beinahe mit einem Grinsen die 18 Minuten Verspätung vergessen lässt, die mir dieser Abend bisher eingebracht hat. Mit großer Freude durfte ich feststellen, dass der neue ICE 4 sogar für den Pöbel aus der zweiten Klasse mittlerweile WLAN anbietet – ich bin ehrlich überrascht. Also nutzen wir doch die Komfortvorzüge, die uns die Deutsche Bahn offeriert und nutzen die Zeit für etwas Blogshit. Da das vergangene Wochenende eindeutig im Zeichen des Hip Hop stand und die Tanzbeine nicht den gewohnten Auslauf bekommen haben wird es elektronisch, here we go!

Dass 1992 ein guter Jahrgang war, sehe ich jeden Morgen im Spiegel, bitte danke, doch auch musikalisch ging so einiges. Die vorliegende Nummer aus diesem schönen Jahr stammt aus der Feder von 0733, einem verhältnismäßig kurzlebigen Duo, bestehend aus Casey Tucker und einem gewissen Richie Hawtin, zu diesem Zeitpunkt zarte 22 Jahre alt. Nicht schlecht in einer Zeit ante Internet. Veröffentlicht wurde der Track „Alternative Roots“ auf der drei Tracks starken EP „Record Bass Story“ über das kanadische Label Probe Records, eine experimentellere, meist härtere Instanz und Sublabel von Hawtins ikonischer Plattenfirma Plus 8. Doch auch Mr. Tucker ist nach wie vor – oder wieder – musikalisch aktiv und veröffentlichte in den vergangenen Jahren unter anderem über Love Notes und Certain Music.

Ein Kommentator unter dem Video zu „Alternative Roots“ spricht von twisted crunchyness und wieder einmal trifft es die Schwarmintelligenz (oder das, was man dafür halten möchte) auf den Kopf: Verspult, verzerrt, funky, mit erratischen, acidesken Synth-Anleihen, drückendem Bass und antreibenden Hi-Hats, perfekt für einen heißen Floor irgendwann zwischen fünf Uhr früh und der Unendlichkeit des in weiter Ferne grauenden Montages.

via Dr. Rubinstein

Würzburg hängt an der Flasche: Philo Philta & Slize – Barkeeper (WIN)

by Kilian

Stefan Bausewein

„Einzige Mucke, wo man das, was man sagt, auch verkörpern muss“ – von Megaloh vor mittlerweile drei Jahren geäußert, aufgegriffen, hier und da als Cut verwendet und in den einschlägigen Szenemedien annähernd bis zur Redundanz wiederholt, steht dieses Statement exemplarisch für eine Grundproblematik des Hip Hop; so man diese denn dort erkennen und als eine solche ansehen möchte: Authentizität, respektive das Haben oder Nichthaben dieser illustren Eigenschaft, ist im Game des Genres der einen Liebe wohl stärker mit der qualitativen Bewertung der Musik, der Rezeption der agierenden Künstler als auch der Geschichte dieser musikalischen Spielart verknüpft, als das in beispielsweise Grindcore, EDM oder Pop der Fall ist. Selbstverständlich, das Problem ist kein neues, nicht umsonst gibt es für das Reale im Rap mehr Formulierungen als Dendemann Wie-Vergleiche hat. Die Diskussion um Kunstfigur und Person dahinter ist eine, die schon immer stundenlange intensive Diskussionen in verqualmten WG-Küchen auslösen konnte und es in Zukunft auch immer wieder tun wird. Beide Seiten haben ihre Argumente, doch das muss zur Lösung dieses gordischen Knotens ja nicht zwingend etwas beitragen. Es echt halten. Echte Geschichten erzählen. Echte Gedanken verarbeiten. Das ist es doch, worauf es ankommt, oder? (Spoiler: Ja, ist es.)

Kurzum, man sollte etwas von dem verstehen, wovon man da den lieben langen Part so redet. Es real keepen. Auch als Fan. Vier Elemente und so. Aber Vorsicht, nicht übertreiben: Der, leicht polemisiert ausgedrückt, Rucksack tragende, 808s hassende Typ mit dem unangebrachten dipsetesken Bandana um den Hals, der dir sogar Fatcaps anbietet, wenn du WD-40 kaufst, kann schnell anstrengend sein. Die Gratwanderung zwischen Open Mind, tatsächliche und vermeintlichem Fortschritt, Veränderung, Authentizität und Realkeepen wird nicht leichter und soll das auch gar nicht werden, daher ist es für jeden geneigten Sprechgesangsartisten oder Connaisseur wohl die weiseste Empfehlung, sich entspannt zurückzulehnen, einen doppelten Woodford Reserve einzugießen, vielleicht einen Eiswürfel oder einen Spritzer Wasser hinzuzugeben, (ganz nach Gusto) und dem vom ständigen, anstrengenden Grübeln schon ganz ausgetrockneten Gaumen etwas geschmackvolle Linderung verschaffen und es demnach wie die folgenden zwei Herrschaften zu halten – mit einem Drink in der Hand, einem Beat in den Boxen und einem Nicken im Kopf lächelnd über den Dingen zu stehen. Zwei, die in dieser Domäne ihre Hausaufgaben schon lange gemacht haben – die Rede ist immerhin von in der Summe 30 Jahren Rap – ziehen nun aus, Rapdeutschland reinen Wein und andere Köstlichkeiten einzuschenken, die sie in ihren Bars so zu bieten haben, flüssiger Flavour für die dürstenden deutschen Heads und jeden, der es werden will.

Aus der Hauptstadt der feinsten Weine Deutschlands wird die Flasche der Freshness soundgewaltig entkorkt und auch getrunken, was gepredigt wird. Slize und Philo Philta stellen sich mit „Barkeeper“ zum ersten Mal gemeinsam an die Theke und verteilen zehn lyrische Shots an jeden, der mithalten kann. Philo Philta kann mit Fug und Recht als Local Hero des Würzburger Raps bezeichnet werden. Seit mittlerweile 20 Jahren im Game, kein bisschen leise und neben Fränk Sidata Teil der legendären Sicksteez aus der Domstadt, Raps, Cuts und Beats, jeden verdammten Tag. Ein Virtuose an der MPC und ein reflektierter, tiefgründiger MC mit klarer Kante und schlichtweg jemand, den man definitiv in einem Atemzug mit Würzburg und Hip Hop nennen muss, wenn man sich nicht blamieren möchte.

Mit „nur“ der Hälfte an Jahren im Hip Hop kommt die zweite Hälfte der Barkeeper zum Dienst, um ordentlich einzuschenken und zu erfrischen. Slize, ebenfalls Würzburger und genauso mehr als good to know, macht seit 2006 Musik und überschreitet damit, so wie Philo, ebenfalls die durchschnittliche Halbwertszeit eines deutschen Rappers bierkästenweit. Das Schultern von Studium, Freunden, Familie, Musik und diesem thing called life, der Hustle, der Grind, nennt es, wie ihr wollte, sorgen auch hier stetig für Nachschub aus der inspiratorischen Flasche und es gilt: What you hear is what you get. Verse aus Kopf und Herz, oft genug aus dem Bauch, frei von der Leber weg, die wack Emcees schnell an die Nieren und Heads schnell ins Hirn gehen.

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Am vergangenen Samstag, 19. November, erschien ihr erstes gemeinsames Album „Barkeeper“ auf Vinyl und diese Veröffentlichung – für Slize übrigens die Premiere auf dem schwarzen Gold – wollte natürlich mit den beiden ordentlich begossen werden. Anlässlich dessen baten die Barkeeper in die MS Zufriedenheit, zweifellos mit den besten Club in Würzburg, zur Jam für Beats, Bars, Blunts und Beers. Das Album und andere gemeinsame Tracks wurden selbstverständlich zum Besten gegeben und ordentlich auf die sich bereits in der Post befindenden Vinyls eingestimmt. Kinder, es war himmlisch.

Doch was habe ich damit eigentlich zu tun? Auch ich persönlich war liebend gerne Teil der Party am Samstagabend. Denn besonders Philos Musik bringt mich, selbst gebürtiger Würzburger und etwa 25 bis 30 Kilometer entfernt aufgewachsen,  immer wieder zurück ins Jahr 2009, an einem bitterkalten Februarabend im altehrwürdigen B-Hof, im zarten Alter von 16 Jahren auf meiner ersten echten Jam. Auf dem Programm? Huss & Hodn. Der Support? Die Sicksteez. Mein gesamtes mitgebrachtes Geld musste natürlich für die Vinyl von „High and Tight“ – nach wie vor eines meiner absoluten Favorites – dran glauben, aber mehr als sieben Jahre später kann ich sagen, dass ich eine absolut sinnvolle Investition getätigt habe. Slize, respektive Daniel, ist nun seit mehreren Jahren Teil meines Freundeskreises in meiner unterfränkischen Heimat und wir sehen uns durch Zufälle und über Umwege sogar beinahe jedes Mal, wenn ich zuhause bin, weshalb ich mich umso mehr freuen konnte, mit ihm  den Release seiner ersten Scheibe schwarzen Goldes zu feiern. Ich freue mich ebenso auf das Album, wenn ich es mir auf Platte zu Gemüte führen darf, bin aber auf jeden Fall schon mehr als gespannt – Review folgt (vielleicht). Gute Freunde, dope Raps, dicke Tüten und meine Heimat? Sign me up!

TL;DR: „Barkeeper“ ist der Wunderbaum, den sich Cloudrapper in den SUV hängen, um auch ein bisschen Flavour zu atmen.

Coppt die Vinyl von „Barkeeper“ von Philo Philta und Slize bei Vinyl Digital!

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Doch auch für euch soll der Weg durch diese knapp 1000 Wörter nicht umsonst gewesen sein – es gibt für eine oder einen Glücklichen etwas zu gewinnen: Und zwar nichts weniger als 1x „Barkeeper“ von Philo Philta & Slize auf Vinyl, fresh outta Presswerk und for free bei euch im Briefkasten! But Kili, how do we do that? Janz einfach:

  1. Gebt Slize und Backinthedaze bei Facebook einen Daumen nach oben.
  2. Liked den korrespondierenden Gewinnspiel-Post bei Facebook, markiert einen Freund in den Kommentaren und teilt den Beitrag auf eurem Profil! (öffentlich, sonst haben wir keine Möglichkeit zur Nachprüfung.)
  3. ???
  4. Profit.

Das Gewinnspiel läuft bis kommenden Samstag, 26. November, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der oder die Gewinnerin wird von uns benachrichtigt.

Secret Splendour: Tommy Four Seven – Reclaim Your City 200

by Kilian

Für diesen etwa zwei Wochen alten Beitrag zur großartigen Podcastreihe von Reclaim Your City, ganz zufällig auch die 200. Ausgabe, zeichnet – für so ein Jubiläum will der Künstler natürlich mit stilvollem Fingerspitzengefühl gewählt sein – der in Großbritannien geborene und in Berlin lebende und wirkende DJ und Produzent Tommy Four Seven verantwortlich. In der Szene einen Namen machen konnte der Brite bereits ab Mitte der Naughties, wobei sein musikalischer Pfad, der von Releases über beispielweise Electric Deluxe oder Wolfskuil Records 2011 zum Release seines ersten Solo-Longplayers über Chris Liebings Label CLR führte. Und auf seinem Debütalbum direkt einmal Regis, Robert Hood und Perc als Remixer anführen zu können, ist ein Prädikat, mit dem sich wohl so einige gerne schmücken würden können. Nach weiteren Beiträgen auf unter anderem Lucys Label Stroboscopic Artifacts und Remixes für eine Vielzahl großer Namen haben sich, neben dem Auflegen und Produzieren, seine im Arena Club in Berlin beheimatete Eventreihe 47 und ein gleichnamiges Label, auf dessen Samplern bisher beispielsweise Kwartz oder AnD zu hören waren, als Stützen des kreativen Outputs von Tommy Four Seven herauskristallisiert.

In den zwei Stunden, die der Wahlberliner für Reclaim Your City kompiliert hat, findet sich die signifikanten Mischung des Künstlers, fließend und ohne merkbare Transition zwischen geradlinigem Techno und breaklastigem Sound für anspruchsvollere Gemüter zu wechseln, ohne dabei auch nur einmal den Dancefloor aus dem Auge zu lassen. So formen unter Anderem Tracks von Umwelt, Radial, Stephanie Sykes und vielen weiteren gestandenen Namen der internationalen Technoszene 120 Minuten exzellent gemischter, harter elektronischer Musik, die jedem, der mit dem Namen Tommy Four Seven ohnehin schon etwas anfangen konnte, als auch jedem anderen, wärmstens zu empfehlen ist.

via Umwelt