Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Kategorie: Netz

#BarsForDays: Rapper Murs will den Weltrekord

by Kilian

Für die meisten ist das alleinige Wachbleiben von 24 Stunden ohne jegliche Hilfe schon eine mittelprächtige Krise, 24 Stunden mit irgendeiner anderen Tätigkeit ohne Pause zu füllen, ist hingegen ungleich schwerer. Der Rapper Murs, den wir unter anderem auch schon hier auf dem Blog hatten, hat sich nun allerdings vorgenommen, den Weltrekord für die längste ununterbrochene Rap-Session aufzustellen, der in seiner Größe den bisher bestehenden Freestyle-Weltrekord von neun Stunden in den Schatten stellen soll: Ganze 24 Stunden – mit der Option auf Verlängerung – will der Rapper aus L.A. Beats mit Bars komplettieren, auf einem Stuhl in einem Studio, mit unterschiedlichsten Produktionen und Rhythmen, ununterbrochen und live per Stream für die Welt auf YouTube zu sehen. Unter dem Hashtag #BarsForDays kann man die Aktion online in den diversen sozialen mitverfolgen und im unten eingebundenen Video kann sich der geneigte Rapfan noch vier bis fünf Stunden Murs gönnen.

via Noisey

Let’s play, Sven: Das Berghain-Kartenspiel ist da

by Kilian

Vielen gilt das ehemalige Kraftwerk am Wriezener Bahnhof in Friedrichshain-Kreuzberg nicht nur als der Tempel des Techno in Berlin, in Deutschland, in Europa und wahrscheinlich auf der ganzen Welt – nicht zu unrecht, wie ich finde, was hingegen eine Diskussion ist, für die man sich etwas länger Zeit nehmen sollte. Eines der Charakteristika des Berghain ist, neben dem strikten Verbot audiovisueller Aufnahmen und einer Menge Nackter und Halbnackter, seine berühmt-berüchtigte harte Tür – Mensch geworden und mit einem Gesicht versehen in Gestalt von Sven Marquardt – an der sowohl Ottonormalraver als auch Szenesnobs ins Schwitzen kommen, gekommen sind und hoffentlich noch lange kommen werden. Demokratisierung des Clubbesuchs durch als randomisiertes Chaos getarnte Selektion, sozusagen.

Die „Berghain Experience“ konnte man, Internet sei Dank, mittlerweile mit dem Berghain Trainer schon in der virtuellen Realität nacherleben, auch wenn die Erfolgschancen meines Erachtens online noch mal geringer einzuschätzen sind. Den nächsten Schritt in die reale Welt könnten die kultischen Elemente um die Schlange vor dem Berghain allerdings bald gehen: Auf Instagram präsentiert sich das neue Kartenspiel „Berghain ze Game“ und kündigt an, bald via Kickstarter finanziert werden zu wollen. In dem – ganz ungewöhnlich für – sehr bunt gehaltenen Kartenspiel, geht es darum, mit seinen Mitstreitern in die Rolle von Sven und Kollegen zu schlüpfen und die Nacht zu dirigieren.

“In Berghain ze Game, your job is to let the right people into legendary Berlin techno club Berghain. Take turns as the most powerful man in Germany and learn more about gay culture in the process!”

Sieht vielversprechend aus, wenn ihr mich fragt! Liebevoll gewählte Charaktere, sympathisch illustriert, wenn der Spielmodus dazu auch noch einige Schmankerl bereit hält, bin ich sofort am Start. Folgt den Entwicklern unter @berghainzegame bei Instagram für Updates.

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via Electronic Beats

Die Party ist zu Ende: Jan Böhmermann zur Zukunft des Neo Magazin Royale

by Kilian

Man möchte nichts anderes, als gemütlich am Freitagmittag in Richtung Wochenende zu schliddern, da kommt über den digitalen Äther der mediale Aufreger der Woche rein: Jan Böhmermann, von meiner Wenigkeit höchst respektierter und verehrter Moderator des Neo Magazin Royale bei ZDFneo, zieht die Reißleine.

In einem etwas über sieben Minuten langen Video, betitelt mit „Macht doch Euren Scheiß alleine! So geht es nicht weiter!„, wendet sich der Moderator und Satiriker an das Internet und gibt eine leidenschaftliche, mit diversen direkten Spitzen gegen Mitarbeiter und Redaktion gefüllte Chronik der Zustände beim Neo Magazin Royale, in der Bildundtonfabrik (btf) und im Studio König in Köln-Ehrenfeld. Das Video wurde über seinen privaten YouTube-Channel am Freitagmittag veröffentlicht und der blasse, dünne Junge aus Bremen-Vegesack illustrierte die Situation bei Twitter noch weiter in Wort und Bild. Bereits am Morgen kündigte er an, dass heute der Knüppel aus dem Sack gelassen werden würde:

 

Ohne dem Video zu viel vorweg nehmen zu wollen, fehlt dem Moderator und Chefredakteur schlicht und ergreifend in seinem eigenen Stall die nötige Seriösität und Ambition, wenn es darum geht, in einem Medium, in dem Quote alles ist, bei einem öffentlich-rechtlichen Sender und in einer Sparte, in der die Konkurrenz ob der werberelevanten Zielgruppe gnadenlos sein dürfte, gutes Fernsehen zu machen. Darüber hinaus sehen die Mitarbeiter die wöchentliche Ausstrahlung offenbar Mal um Mal als Grund zu exzessivem Feiern, was in zu erwartender Sauberkeit der Räumlichkeiten und in Unmut bei Böhmi Böhmermann resultiert.

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Nicht nur für mich, sondern wohl das gesamte Internet kam das überraschender als eine Torte für Beatrix von Storch. Ich wollte eigentlich ein paar Hip-Hop-Gems droppen, bevor meine Eltern anreisen, aber war wohl nix. Zwar ist mir persönlich durchaus aufgefallen, dass die Konstanz in der Qualität durchaus ein Problemchen des Neo Magazin Royale war, welche aber oft genug durch absolute Highlights der Qualitätsunterhaltung relativiert wurden. Man denke da nur beispielsweise an Höhenflüge wie Varoufake – zugegeben, ein „One of a kind“-Coup – im Gegensatz zu solch qualvolle Lückenfüller wie den „Selfie deines Lebens.“ Warum nicht mal wieder das „Digitale Quartett“ die Metaebene von Offline und Online durchbrechen lassen?

Ich persönlich bin eindeutig #TeamBöhmi, was das angeht, da ich nicht nur durch seine Sendung, doch vor allem auch durch „Sanft & Sorgfältig“ (R.I.P.) seine Denke kennen gelernt habe und ich der Meinung bin, dass er diesen Schritt nicht gehen würde, wenn er ihn nicht für absolut notwendig erachten würde. Mag sein, dass er einiges überdramatisiert, es wird sich zeigen, wie die Sache weitergeht, aber er sagt auch viel Wichtiges und offenbar Richtiges in seiner State Of The Program Address ans Zweite Deutsche Internet. Hier findet ihr das Video in voller Länge, bildet euch eure eigene Meinung. Ich bin und bleibe Fan!

via @janboehm (Twitter)

Kids, don’t try this at home: Will it bong?

by Kilian

Ach, Internet. Zwei Worte, die eine ganze Einleitung überflüssig werden lassen. Dieser Typ aus einem, wie ich annehme, der Staaten der Vereinigten Staaten von Amerika, in denen zumindest medizinisches Cannabis legal ist, macht auf seinem YouTube-Channel Sound Experiments Videos mit und über das grüne Gold und erreicht damit immerhin 50 000 Abonnenten. So weit, so meh.

Nun ist besagter Typ, der sich selbst den Namen Soundrone gegeben hat, Ende Juli auf die glorreiche Idee gekommen, eine der ältesten, verwirrendsten und den Geist folternden Fragen der Menschheit durch Empirie und echte Wissenschaft zu beantworten – Will it bong? In dieser seiner Webserie ersetzt Soundrone in jeder Episode das Wasser in seinem Glashohlkörper mit einer mehr oder minder naheliegenden Flüssigkeit. In den bisherigen fünf Ausgaben versucht er sich also experimentell an Ahornsirup, Guavennektar, Barbecuesoße, Cap’n Crunch mit Milch (ernsthaft) und einem Dutzend Eier in der Bong, was – an manchen Stellen überraschend, an manchen weniger – erstaunliche Erkenntnisse an den Tag bringt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Karriere so vieler YouTuber auf dieser „Don’t try this at home“-Mentalität aus 40 Jahren Fernsehen und Dingen basiert, die dann eben doch at home getryed werden – nur halt mit Kamera. Und die Likes und Views und Däumchen sorgen dann dafür, dass man immer wieder bescheuerten Kram macht, bei denen Katastrophen, Verletzungen oder etwas Verlust an Würde irgendwann vorhersehbar werden. Aber hey, irgendwo müssen ja auch die ganzen Fail Compilations herkommen.

Soundrone jedenfalls ist genau so ein Exemplar: Man schaut diesem US-Amerikaner Mitte vierzig durch die digitale Linse dabei zu, wie er in aller Seelenruhe ein Dutzend rohe Eier in seine Bong kippt, Cerealien (oder was auch immer in Cap’n Crunch sonst noch so drin sein mag) und Milch so sorgfältig, wie es ihm möglich ist, in die Bowl schüttet oder den Boden der Glaskonstruktion mit einer dicken Schicht Sweet Baby Ray’s BBQ Sauce bedeckt, weiß genau und von vornherein, dass das nichts werden kann und gibt sich diesem bestimmten Gefühl aus Schaden- und Vorfreude hin, wenn jemand im Internet sehenden Auges ins Desaster schlittert. Wenn man sich irgendwann an dem Punkt befindet, nur für das Internet seine Bong mit zwölf rohen Hühnereiern zu befüllen, mit der festen Intention diesen Topf dann auch zu rauchen, sollte man sich wirklich fragen, ob man in seinem leben nicht die eine oder andere falsche Abzweigung genommen hat. Auf der anderen Seite: Warum nicht?

Dessen eingedenk: Frisch ans Werk! Will it bong? WILL IT BONG? Fünf Videos bisher, ein bis zwei Überraschungen, eine Menge Husten und etwas Fremdscham – aber wegschauen kann ich auch nicht!

via Sploid / Sound Experiments

#PODHEAD: The Duncan Trussell Family Hour

by Kilian

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Eine meiner größten Leidenschaften, die ich mir in den vergangenen zwei Jahren angeeignet habe, sind Podcasts. Podcasts, you say? Ja, ja, richtig gehört. Ich höre Stunden über Stunden an interessanten Gesprächen und Geschichte, bilde mich weiter, lerne Neues, lache, fühle mit und erledige im Optimalfall parallel dazu irgendwelche lästigen Pflichten. Mein engerer Freundeskreis durfte sich schon zur Genüge anhören, was Podcasts sind, warum man sie hören sollte und welche zu empfehlen sind. Warum das Ganze also nicht in Text fassen? Et voilà, eine neue Kategorie: #PODHEAD!

Beginnen möchte ich an dieser Stelle mit der Frage, die jedem „Laien“ (wenn man diesen Begriff verwenden möchte) unter den Nägeln brennt – was sind Podcasts eigentlich? Warum brauche ich das? Kann ich das essen? Ist Mayonnaise ein Podcast?

Podcasts sind Folgen eines Programms, das im Internet angeboten wird. Podcasts sind oft eigene Audio- oder Videoaufnahmen, können aber auch aufgezeichnete Fernseh- oder Radiosendungen, Vorlesungen, Live-Auftritte oder andere Ereignisse enthalten.

(Apple, 2016)

Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcasting und der Bezeichnung für bestimmte tragbare MP3-Spieler, iPod, mit deren Erfolg Podcasts direkt verbunden sind.

(Wikipedia, 2016)

That’s basically it. Podcasts, jedenfalls in der Art und Weise, wie ich sie konsumiere, sind periodisch erscheinende Audio- oder Videmitschnitte, die iTunes beqeuemerweise von alleine auf den neuesten Stand bringt und mit meinem iPhone synchronisiert. Das kann von wirklich informativen Sendungen wie dem Video-Podcast der WDR-produzierten Reportagereihe „Die Story“ bis hin zu Qualitätsnonsens wie „Sanft & Sorgfältig“ mit Olli Schulz und Jan Böhmermann prinzipiell alles sein. Und iTunes sah, dass es gut war.

Ich für meinen Teil bin Abonnent einer ganzen Latte an Podcasts, die ich euch in dieser neuen Kategorie – #PODHEAD, don’t forget – einen nach dem anderen vorstellen werde. Ein Teil dieser Podcasts könnte einen etwas syndizierten Eindruck hinterlassen, da einige diese Veröffentlichungen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, von miteinander befreundeten Comedians aus Los Angeles gehostet werden, die sich auch gerne gegenseitig besuchen, allerdings werde ich versuchen, Wiederholungen zu vermeiden. Daher, straight to the point: Open your hearts and minds for The Duncan Trussell Family Hour!

The Duncan Trussell Family Hour is a weekly audio podcast by comedian and writer Duncan Trussell. Designed as a 21st century salon, each episode features Duncan and a special guest exploring a diverse range of topics, including art, society, politics, religion, and more.

(Duncan Trussell, 2012)

Duncan Trussell ist ein Stand-Up-Comedian aus L.A., der regelmäßig im weltberühmten Comedy Store in der Stadt der Engel auf der Bühne steht und mit Fug und Recht mir eine der liebsten Personen, welchen ich noch nie persönlich begegnet bin. Mit seiner „raspy lesbian voice“ und seiner Begeisterung für jeden Aspekt unseres Multiversums, Psychedelika, Meditation, Buddhismus, Technik und vielem vielem mehr eine einfach nur ansteckende Stimme in den eigenen Ohren. Der gute Mann hat Krebs besiegt, steht auf essbares Marihuana und Acid, trifft unglaublich interessante Leute und in jedem einzelnen Gespräch mit ihm kann man die Lebensfreude, die zen-hafte Ruhe und die allgemeine Loveliness voll und ganz spüren.

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Duncan Trussell /// via Jack Kornfield

Seine Themen und Gäste rangieren von anderen Comedians über Gurus über Wissenschaftler bis in die Unendlichkeit und noch viel viel weiter. Besonders den Lehren von Baba Ram Dass bin ich durch Duncan Trussell näher gekommen, also insofern bin ich diesem Podcast schon alleine dafür sehr dankbar. In seiner Beschreibung habe ich mich ein wenig in die Formulierung „21st century salon“ verliebt, die exakt das definiert, was ich mit meinem eigenen Podcast kreieren möchte – sofern ich in diese Richtung endlich mal zu Potte komme.

In seiner aktuellen Folge, welche den großartigen Rick Doblin zu Gast hat, geht es unter anderem um ein Crowdfunding für ein Kilogramm therapeutisches, reines MDMA, dein Gehirn auf LSD, Therapiemöglichkeiten durch Psychedelika und vieles mehr. Rick Doblin ist der Leiter von MAPS, der Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies, die auf ihrem Gebiet wahre Pioniere sind und seit Jahren unglaubliche Arbeit leisten. Sei es vom Einsatz von Cannabis oder Ketamin gegen PTSD über Mikrodosierungen von LSD zur Verbesserung der eigenen „Performance“ bis hin zum Einsatz von Iboga oder Psilocybin gegen Suchterkrankungen – diese Leute wissen, was sie tun. Und was sie tun ist richtig, wichtig und definitiv einer der Pfade, die die Menschheit ein ganzes Stück weiterbringen werden und von denen man in 100 Jahren sagen wird: Warum nicht früher?

Doch an dieser Stelle soll gar nicht zu viel verraten werden: Vertraut mir, gebt Duncan und der ganzen Podcast-Chause eine Chance und wer weiß, vielleicht reden wir bei unserem nächsten Treffen dann stundenlang über Leute, die stundenlang reden und die wir uns mit Freuden stundenlang anhören!

Bei YouTube ist die aktuelle Folge leider noch nicht verfügbar, daher kommt ihr durch einen Klick aufs Bild auf die Website von Duncan Trussell, wo ihr den Podcast im Browser hören könnt oder ihr folgt diesem Link zu iTunes – have fun!

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Im Zen durch den Dienstag: Der Tibetan Choir Frequency-shaped Throat Singing Drone Generator

by Kilian

Beginnen wir mit einem paraphrasierten Zitat aus Sebastian Schippers deutschem Klassiker „Absolute Giganten“: „“Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer ein tibetanischer Chor da sein. Bei allem was du machst. Und wenn’s so richtig scheisse ist, dann ist wenigstens noch der tibetanische Chor da. Und an der Stelle wo, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.“

Was Frank Giering als Floyd mehr oder weniger schon 1998 wusste, hat sich der Sounddesigner Stéphane Pigeon zu Herzen genommen und mit dieser Prämisse ein raffiniertes kleines Tool entwickelt. Zehn steuerbare Frequenzen, von Sub Bass bis High Treble, generieren nach euren Vorstellungen euren persönlichen tibetanischen Mönchschor – und es fühlt sich einfach richtig an, diesen Satz zu schreiben. Perfekte, entschleunigende Hintergrundmusik zum Entspannen, genau so, wie ihr sie haben wollt. Und herauszufinden, was dieser Sound ist, ist genau so interessant wie unterhaltsam und dank der intelligenten Umsetzung von Stéphane Pigeon auch überragend benutzerfreundlich. An zehn bunten Reglern könnt ihr für die jeweiligen Frequenzbereiche eure Wunschseinstellungen vornehmen und euch in meditativer Dauerschleife das Ergebnis eurer Produktion anhören. Den Tibetan Choir Frequency-shaped Throat Singing Drone Generator findet ihr nach einem Klick auf das unten stehende Bild. Viel Spaß im Zen! (Geheimtipp von uns: Das Ganze gibt es auch noch mit schnurrenden Katzen.)

Bildschirmfoto 2015-07-14 um 09.28.47via Blogrebellen