Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Kategorie: Fotografie

Everyday Normal Sith: Darth Vaders täglicher Grind

by Kilian

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Für all diejenigen, die angesichts des nächsten Monat anstehenden Kinostarts von Star Wars: Episode VII – The Force Awakens schon ihre Blaster locker im Holster haben, ihre Killer Sticks eingepackt und Mos Eisley auf dem Weg zum Kino schon den Rücken gedreht haben, sorgen das Internet, die Populärkultur und eine Menge Hype permanent für interessanten Content. Seien es nun (zugegeben, wieder aufgewärmte) großartige, einmal die Perspektive verschiebende Kurzfilme, in antike Bildhauerei transportierte Helden und Schurken der Serie oder die im Folgen beschriebene Fotoserie – the hype wheel is spinning.

Denn falls der geneigte Fan sich jemals gefragt haben sollte, was unser aller liebster Sith Lord – Christopher Lee in allen Ehren, aber Count Dooku? Come on, das geht auch klüger. – abseits von Planeten hochjagen, Alec Guinness in nichts als eine leere Robe verwandeln oder seine Nachkommen um ein paar Gliedmaßen ärmer machen so treibt, für den hat der Fotograf und Visual Content Creator Paweł Kadysz nun endlich eine Antwort parat.

In 30 Fotos illustriert der Designer aus Bialystok in Polen Darth Vader in zahlreichen Situationen des Alltags: Bei der Morgenhygiene, beim Sport, krank mit Tee und Bademantel, beim Einkaufen oder im Wald beim Holz machen – die dunkle Seite der macht kocht auch nur mit Wasser, who’d have thought. Sehr schön umgesetzter Ansatz mit massiv sympathischer Perspektive auf einen der legendärsten Schurken der Filmgeschichte, der Darth Vader ein wenig menschlicher erscheinen lässt. Oder uns alle ein wenig mehr wie Darth Vader, was ungleich cooler wäre. Checkt die komplette Serie auf Tookapic und die Website des Künstlers.

via Hypebeast

Wie das Herrchen…?: Sebastian Magnanis „Underdogs“ und „Undercats“

by vctrl

Haustieren, allen voran Hund und Katz, wird ja bekanntermaßen häufig eine bemerkenswerte optische Ähnlichkeit zu ihren Herrchen und Frauchen nachgesagt. Mediendesigner Sebastian Magnani denkt noch einen Schritt weiter und lässt die vierbeinigen Weggefährten in seinen Fotomontagen mit ihren Besitzern zu humanimalischen Gestalten mit menschlichen Körpern und tierischen Köpfen verschmelzen. Die geläufige Zuordnung von Tierfreunden je nach Artenpräferenz in die Kategorie der „Katzenmenschen“ oder die der „Hundemenschen“ – interessanterweise konnte sich bei dieser Frage bisher jeder klar für eines der beiden Lager entscheiden, wenn er musste! – erhält dadurch eine ganz neue visuelle Dimension.

Auf den projekteigenen Websites von „Undercats“ und „Underdogs“ können sich interessierte Tierliebhaber mit ihren Vierbeinern für ein individuelles Shooting in ihrer eigenen Wohnung anmelden und bekommen im Anschluss Magnanis Bild ihrer Mensch-Tier-Symbiose als gedrucktes Unikat überreicht – und das alles auch noch für lau! Dass das gut ankommt, wundert nicht: der Schweizer Fotograf stieß mit seiner Idee und den daraus entstehenden Kunstwerken schnell auf internationales Interesse und hat seine Arbeit daran noch nicht abgeschlossen. Nachdem die „Underdogs“, mit denen er 2009 begann, weltweit mediale Aufmerksamkeit auf sich zogen, beschloss Magnani eine naheliegende Weiterführung seines Themas mit Katzen und ihren Halter(inne)n. Nebenbei lichtet er übrigens u.a. den guten Gerhard Polt ab.

Doch egal, ob nun Hund oder Katze – jedes der Bilder übt auf seine Betrachter dank des faszinierenden Gegensatzes zwischen der kurzzeitigen, aber erstaunlichen Plausibilität seiner gestochen scharfen Fotorealität und dem gleichzeitigen rationalen Bewusstsein für gestalterische Manipulation einen eigenartigen Reiz aus. Die Fotomontagen sind Ausdruck der engen Bindung und sogar charakterspezifischen Ähnlichkeit zwischen vielen Hundebesitzern und ihren Lieblingen. Das Haustier nimmt einen bedeutenden Platz im Leben des Menschen ein verkörpert gleichzeitig Werte und Eigenschaften wie Treue, nach denen sich der Mensch sehnt.

Was Sebastian Magnani hier erschafft, ist in seinen eigenen Worten „(…) a single moment of symbiosis – between man and beast – to be one“.

P.S.: Katze!

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Trippen, Tripper, oder beides: The Psychedelic Sex Book (NSFW-ish)

by Kilian

Unabhängig des Motivs – nicht, dass ich mir hier eine exorbitante Vorliebe für so genannten Schmuddelkram unterstellen lassen müsste – habe ich ein unglaubliches Faible für psychedelische (Foto-)Kunst im weitesten Sinne. Von Plattencovern wie dem legendären „Disraeli Gears“ von Cream, über großartige Tour- und Konzertplakate aus der Welt des Stoner Rock oder Bands wie Primus, bis hin zu morbid-faszinierenden Gemälden von KünstlerInnen wie Caitlin Hackett – abgespaced, trippy, wavy, ich steh auf den Scheiß.

Die werten Kollegen von SLEAZE haben vergangene Woche eine echte Perle aus ihrer Bücherkiste vorgestellt: „The Psychedelic Sex Book“. Die Welt der beginnenden sexuellen Befreiung, in Kombination mit den allseits bekannten, witzigen Elementen von psychogenen Substanzen wie LSD inspirierte Boten der Aufklärung zur Erziehung der Herren- und Damen welt der späten 1960er in zahlreichen Publikationen. „The Psychedelic Sex Book“, welches Anfang diesen Jahres im Taschen-Verlag erschienen ist, versammelt – unter der Ägide von Eric Gotland, Paul Krasser und Dian Hanson – auf über 400 Seiten Aufnahmen, Magazincover und Illustrationen aus den Jahren 1976 bis 1972 zu einem beeindruckenden Bildband, dessen Inhalt seinerzeit sicherlich für Furore, bei uns wohl lediglich für ein müdes Lächeln gesorgt hat. Man nehme eine Menge Haare, Peace-Zeichen und nackte Haut, ersetze Viagra und Silikon durch Technicolor und Lysergsäurediethylamid und heraus kommt eine höchste ansprechende Mischung aus retro, trippy und sexy.

Taschen-PsychedelicSex3 Taschen-PsychedelicSex5 Taschen-PsychedelicSex1 Den Rest des Beitrags lesen »

Die Schönheit der Symmetrie: Dhavebaj Anupabsthian und seine großartigen Illustrationen

by Kilian

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Dhavebaj Anupabsthian – hinter einem Namen, der nicht nur jeden Mitarbeiter in jeder Behörde der Welt das Fürchten lehrt, sondern in gewisser Weise sogar Cherry Chevapravatdumrong von Family Guy alt aussehen lässt, steckt ein Designer aus Asien, der mit seinen minimalistischen, von Symmetrie und geometrischer Ästhetik geprägten Illustrationen so einiges richtig macht .

Mr. Anupabsthian ist ein Thailänder (wie St. Martin), 31 Jahre alt und wohnhaft in Trang im Süden seines Heimatlandes. Der Fotograf und Illustrator beschreibt seine Inspiration wie folgt: “I worship the way of Zen, which teaches me what minimal really is.” Und das macht er in meinen Augen überzeugend gut. Symmetrie, Parallelität und Simplizität dominieren seine Werke, die auf Fotos aus seinem alltäglichen Umfeld basieren und durch seinen geometrischen Feinschliff ganz neue Dimensionen an Tiefe und Aussagekraft gewinnen. Seine mehr als schönen, in ihrer Einfachheit beeindruckenden Effekte erzielt er durch Aufnahmen mit seinem iPhone sowie diverse Bildbearbeitungsapps auf Smartphone und Tablet.

Eine kleine Auswahl seiner Bilder habe ich hier für euch zusammengestellt, für einen tiefer gehenden Einblick in sein Schaffen lege ich euch seinen Instagram-Account wärmstens ans Herz, denn besonders – oder vielleicht auch erst – dadurch bekommt man ein wesentlich besseres, ästhetisch sehr ansprechendes Bild seiner Arbeit.

dhavebaj6 dhavebaj8 dhavebaj5 Den Rest des Beitrags lesen »

Tattoos machen Leute – Alan Powdrills „Covered“

by Kilian

Man kann mit Sicherheit sagen, dass Tattoos sich im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts aus ihrer Halbwelt von Rotlichtmilieu, Gefängnissen und Seefahrt immer weiter in Richtung eines gesamtgesellschaftlichen Konsens bewegen. Mittlerweile sieht man daher kleine, große, bunte, monochrome, gute, schlechte, coole und peinliche Tattoos allerorten, auch wenn Teile der (älteren) Bevölkerung über Tattoofreunde immer noch die Nase rümpfen.

Doch dass man ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen soll, ist ja weithin bekannt und inspirierte den Fotografen Alan Powdrill aus London zu einer wunderschönen Fotoserie: In „Covered“ porträtiert Powdrill unterschiedlichste Charaktere mit und ohne Kleidung, mit und ohne Tinte unter der Haut und illustriert eindrucksvoll die Macht des ersten Eindrucks und dass menschliche Vielschichtigkeit manchmal schon unter der Kleidung ihren Anfang nimmt.

Checkt die komplette Serie auf Alan Powdrills Website.

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via Schoenhaesslich / Alan Powdrill

Doppelt belichtete Schönheit – Brandon Kidwell mit „Wisdom for my children“

by Kilian

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„LOST TIME IS NEVER FOUND AGAIN.“

„Wisdom for my children“ ist eine wahrlich wunderschöne und deepe Fotoserie des Fotografen Brandon Kidwell aus Jacksonville, Florida. Die Fotos, die durch Doppelbelichtung ihre großartige Wirkung entfalten, sind über die Jahre hinweg entstanden und sollen, wie der Titel ja schon sagt, seinen Kindern einige Weisheiten ihres alten Herrn konservieren, transportieren und visualisieren.

Was das Ganze doppelt besonders macht und was ich beim ersten Betrachten niemals geglaubt hätte ist, dass alle Bilder „lediglich“ mit einem iPhone fotografiert und in verschiedenen Apps nachbearbeitet worden sind und für diese tollen Bilder kein professionelles Equipment verwendet wurde. Das Maximum aus seinem Smartphone herausholen – so geht’s.

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„IN ORDER TO FOLLOW YOUR HEART, YOU MUST FIRST FIND YOUR MIND.“

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„SOMETIMES WHAT WE FEAR THE MOST IS ONLY SOMETHING WE HAVEN’T GRASPED AN UNDERSTANDING OF.“

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„BEING FREE MEANS HAVING THE COURAGE TO LET GO.“

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„Life of Leisure“ – Wie wir als Golden Ager aussehen werden

by Kilian

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Kurz gesagt: Ich steh auf so’n Scheiß. Kleidung sagt dermaßen viel über uns aus und es gibt wenige Dinge des täglichen Bedarfs, die so von Zeitlosem und Vergänglichem geprägt werden wie Mode. Warum also nicht einmal die Silver und Golden Ager von heute in zeitgenössische Jogginghosen stecken? Genau das hat Fotograf Alex de Mora getan und „simuliert“ damit auf charmante Weise unsere eigene Generation im zukünftigen Retro-Look: Ältere Damen und Herren schlüpfen in die neuesten Kollektionen aus dem Bereich der Leisure Wear (i.e. bequeme Kleidung), werden von Kylie Griffiths aufgehübscht und von Mister de Mora gekonnt in Szene gesetzt.

Mit Pieces aus den neuen Kollektionen von illustren Marken wie Moschino, adidas, American Apparel oder Le Coq Sportif zeigen sich die betagten Herrschaften vor der Kamera von ihrer besten Seite und verleihen einem einfachen Modeshooting so viel mehr Charme und Charakter, als Size-Zero- oder Heidi-Püppchen jemals im Stande wären.

Außerdem: Oma mit Grills. Noch Fragen?

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