Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Kategorie: Film & TV

Blickpunkt: „Philip K. Dick und wie er die Welt sah“

by vctrl

Pünktlich zum Kinostart von „Blade Runner 2049“, der Fortsetzung des legendären ersten Teils aus den 1980er Jahren, der auf dem Roman „Do Androids Dream Of Electric Sheep?“ von Philip K. Dick (1928-1982) basiert, erfreut arte die Science Fiction-Fans mit einem Blade Runner Special in der Mediathek, zu dem unter anderem die knapp einstündige Dokumentation „Philip K. Dick und wie er die Welt sah“ (F 2014) gehört.

Dick, der aufgrund seiner Platzangst den größten Teil seines Lebens in seinem Haus in Kalifornien verbrachte und von sich sagte, er könne sich an die Zukunft erinnern, gilt bis heute als populärster Science Fiction-Autor der Welt, und wer schon einmal in den Genuss eines seiner Texte gekommen ist, kann womöglich der Aussage von Gregg Rickman, Biograph des Autors, relativ zu Beginn der Dokumentation zustimmen: „Es ging mir wie vielen anderen: nachdem ich eines seiner Bücher gelesen hatte, wurde ich Fan. Hatte man eines gelesen, musste man alle lesen.“

Philip K. Dick

Philip K. Dick

In seinen teils unter der Wirkung von unzähligen Amphetaminpillen in unglaublich kurzer Zeit verfassten 44 Romanen und 120 Kurzgeschichten reflektiert Philip K. Dick wie kein Zweiter die Aspekte des Lebens in einer hochtechnisierten Kultur unter dem scharfen Blick des niemals ruhenden Big Brother, oftmals verkörpert durch riesige Unternehmen mit Monopolstellung. Aus seinem Munde stammt der Satz „Nur, weil ich paranoid bin, heißt das noch lange nicht, dass ihr nicht hinter mir her seid!“ und aus seiner Feder die literarischen Vorlagen für Filme wie „Minority Report“ (US 2002, Regie: Steven Spielberg) oder „A Scanner Darkly“ (US 2006, Regie: Richard Linklater). Sein umfangreiches Werk fragt oftmals nach der Menschlichkeit inmitten der fortschreitenden Technisierung der Welt: was macht den Menschen im Gegensatz zum Androiden aus? Wie verändert sich die Gesellschaft unter dem Einfluss von Drogen und ständiger Überwachung? Wo sind die Grenzen zwischen Mensch und Maschine? Ist es wirklich richtig, dass der Mensch sich von anderen Lebewesen vor allem durch seine Fähigkeit zur Empathie auszeichnet? Oder ist er am Ende schon so verroht, dass ein Androide ihn Mitgefühl zu lehren vermag?

Dabei bewegte sich Philip K. Dick, der 1982 nach einem Schlaganfall verstarb, noch bevor er den wenige Zeit später einsetzenden Hype um Ridley Scotts „Blade Runner“ mitbekommen konnte, mit seinen zutiefst philosophischen Gedanken in einem Genre, das man anfangs nur in Form von Groschenromanen kannte und dem keinerlei literarische Relevanz zugesprochen wurde. Philip K. Dick erzählt an einer Stelle der Dokumentation von der an ihn gerichteten Frage, ob er denn nicht auch einmal etwas Ernstzunehmendes schreiben wolle. Wer aber diese Bücher, sowohl vor dem damaligen Hintergrund der LSD-Welle der 60er Jahre und insbesondere Nixons Präsidentschaft, als auch im heutigen digitalen Zeitalter als billige, nicht ernst zu nehmende Fiktion abtut, an dessen eigener Seriosität empfehle ich zu zweifeln.

Zu sehen ist „Philip K. Dick und wie er die Welt sah“ heute um 22.05 auf arte oder aktuell noch für 7 Tage in der arte Mediathek.

Für 2018 ist außerdem der Deutschland-Start einer britischen Anthologieserie mit dem Titel „Philip K. Dick’s Electric Dreams“ angekündigt, welche die Inhalte einige seiner frühen Kurzgeschichten aus den 1950er Jahren in einzelnen abgeschlossenen (und dadurch eher spielfilmartigen) Episoden aufgreift und seit September 2017 in Großbritannien ausgestrahlt wird. Auf der Liste der Schauspieler befinden sich unter anderem Bryan Cranston („Trumbo“), Vera Farmiga („Bate’s Motel“), Steve Buscemi („Boardwalk Empire“) und Geraldine Chaplin („Sieben Minuten nach Mitternacht“).

Bildquellen: 4.bp.blogspot.com / yorokobu.es

Arty Party: Das herbstliche Treiben auf der Kinoleinwand

by vctrl

Finally Backinthedaze.
Bevor am Ende noch einer denkt, unsere Redaktion sei inzwischen zwangsgeräumt worden, mache ich mich nun mal lieber an den Aufstieg, heraus aus der Schreibfäule des Sommerlochs, hinein in die neue Kinosaison.

Da geht es immerhin heiß her: Regie-Schwergewicht David Lynch erschafft ausnahmsweise mal keine neue (Albtraum-)Welt, sondern nimmt das Publikum unter Fremdregie mit in seine eigene. Sally Potter inszeniert ein herrlich ausartende Party in schwarz-weiß, die irgendwo zwischen Slapstick-Komödie und griechischer Tragödie endet, während hierzulande Arne Feldhusen, seines Zeichens Retter der deutschen Komödie, seine Protagonisten in Magical Mystery (nach dem gleichnamigen Roman von Sven Regener) durch die Techno-Szene der 90er jagt, und Margarete Kreuzer eine Dokumentation über Tangerine Dream abliefert.


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„Abstrakt: Design als Kunst“ … für die Couch

by vctrl

Für die neue Netflix-Dokumentationsreihe „Abstrakt: Design als Kunst“, die auf der VoD-Plattform seit 10. Februar zu sehen ist, öffnen renommierte Kreative aus einer Vielzahl unterschiedlicher Branchen die Türen ihrer Ateliers, wo sie Anekdoten, persönliche Eindrücke und Erinnerungen aus ihrer beruflichen Laufbahn in der Kreativwirtschaft zum Besten geben und sich zwischendurch immer wieder während ihrer Schaffensphasen von der Kamera über die Schulter blicken lassen.

Illustrator Christoph Niemann etwa beginnt mit den simpelsten Alltagsgegenständen und Formen und zaubert daraus allerhand, von diversen Covern für das New York Times Magazine bis hin zu verblüffenden Instagram-Skizzen, während Nike-Designer Tinker Hatfield von weichen Knien vor der Präsentation der ersten Modelle der inzwischen legendären Air Jordan-Serie in Anwesenheit des – in mehrfacher Hinsicht – großen und inzwischen ebenfalls legendären Sportlers berichtet. Außerdem mit von der Partie sind Bühnenbildnerin Es Devlin, Architekt Bjarke Ingels, Innenarchitektin Ilse Crawford, Grafikerin Paula Scher, Automobildesigner Ralph Gilles sowie der Fotograf Platon, denen jeweils eine Episode mit knapp 45 Minuten Laufzeit gewidmet wird.

„Abstrakt: Design als Kunst“ vermittelt nicht nur einen kurzweiligen Einblick in die verschiedenen Arbeitswelten, sondern regt als Serie mit ihrerseits ebenso ansprechender  Ästhetik auch gleich den Zuschauer, der gerade noch gemütlich auf seiner Couch lümmelt, an, nach dem Abspann an den Schreibtisch zu wechseln, mit nichts als einem weißen Blatt Papier vor sich…

Zu sehen ist die Doku-Serie exklusiv auf Netflix, und zwar genau hier.

Hello, Mark: Der erste Trailer zu „T2: Trainspotting“

by Kilian

„Hello, Mark… so what have you been up to… for twenty years?“ Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, den ich mir, inspiriert von Postern und Shirts bei irgendwelchen alternativen Mailordern, im zarten Alter von 14 (más o menos) auf einem Flohmarkt auf DVD zugelegt habe und nach wie vor jedes Mal aufs Neue genieße, ist „Trainspotting“ aus dem Jahr 1996. Die Geschichte von Renton, Sick Boy, Spud und Begbie und ihrem Trip durch Heroin, Jobs, Parties, Familie und das deprimierende Schottland des Thatcherism hat sich seit ihrer Veröffentlichung für Millionen Filmfreunde zum absoluten Kult entwickelt. Regisseur und Oscar-Preisträger Danny Boyle, den Meisten lediglich für so leidlich bekannte Filme wie „Slumdog Millionaire“ oder „127 Hours“ ein Begriff, schuf mit „Trainspotting“ einen der erfolgreichsten britischen Filme der 1990er.

Nach der Ankündigung der Produktion eines zweiten Teils im vergangenen Jahr wurde nun der allererste Trailer zur Fortsetzung „T2 Trainspotting“ veröffentlicht und die mittlerweile zweifellos gestandenen Männer vom Fach, Ewan McGregor, Robert Carlyle, Johnny Lee Miller und Ewen Bremner in ihren alten Rollen zu sehen, dürfte heute bei vielen den Novembermorgen versüßt haben. Der Trailer bringt mit seinem Soundtrack, seiner Struktur und seiner Atmosphäre sofort die Erinnerungen an den ersten Teil in den Kopf und macht darüber hinaus glücklicherweise nicht den Anschein, den Fehler aktueller Blockbusterproduktionen zu begehen, die besten Szenen des Films im Trailer vorwegzunehmen. Bis der Film am 27. Januar kommenden Jahres auf der großen Leinwand erscheint, stimmen diese Bilder und all jene, die hoffentlich noch folgen werden, schon einmal euphorisierend auf den Release ein.

via THUMP

Was ist das für 1 Stunde: John Oliver zur Zeitumstellung

by Kilian

Sommerzeit. Winterzeit. Winterzeit. Stunde vor. Stunde zurück. Irgendwann zwischen dem 25. und dem 31., jeweils in März und Oktober. Man möchte eigentlich meinen, dass solch kurze und wenig gehaltvolle Informationen Platz in der eigenen Großhirnrinde finden würden, doch in wunderbarer Regelmäßigkeit wird der Mensch eines Besseren belehrt und in jedem über die Details dieser Regelung mangelhaft informierten Freundeskreis entsteht f. Die Sinnhaftigkeit, zweimal im Jahr alle Uhren um eine Stunde vor- respektive zurückzustellen, erschließt sich allerdings den Wenigsten und dem Großteil der davon Betroffenen wohl überhaupt nicht. Man kommt nicht umhin zu fragen: Was ist das für 1 Stunde?

Wie, warum und vor allem warum wir immer noch die Uhren jedes Jahr umstellen, fragte sich auch John Oliver, seines Zeichens Host der ausgezeichneten US-amerikanischen Late Night Show Last Week Tonight auf HBO, in der er sich jeden Sonntag nach einem kurzen, in der Regel aus drei Schlaglichtern bestehenden Recap der Woche im Anschluss einem größeren, intensiv aufgearbeiteten Thema widmet. Willkommener, immer wieder auftauchender Gast in den Formaten der Sendung: How is THIS still a thing? Im März vergangenen Jahres befasste sich Last Week Tonight demnach mit der Sommer- und Winterzeit und das Produkt stellt ein für alle Mal die Fakten über die Zeitumstellung klar und dabei auch humoristische Ansprüche absolut zufrieden.

via Perspective Daily

Die Party ist zu Ende: Jan Böhmermann zur Zukunft des Neo Magazin Royale

by Kilian

Man möchte nichts anderes, als gemütlich am Freitagmittag in Richtung Wochenende zu schliddern, da kommt über den digitalen Äther der mediale Aufreger der Woche rein: Jan Böhmermann, von meiner Wenigkeit höchst respektierter und verehrter Moderator des Neo Magazin Royale bei ZDFneo, zieht die Reißleine.

In einem etwas über sieben Minuten langen Video, betitelt mit „Macht doch Euren Scheiß alleine! So geht es nicht weiter!„, wendet sich der Moderator und Satiriker an das Internet und gibt eine leidenschaftliche, mit diversen direkten Spitzen gegen Mitarbeiter und Redaktion gefüllte Chronik der Zustände beim Neo Magazin Royale, in der Bildundtonfabrik (btf) und im Studio König in Köln-Ehrenfeld. Das Video wurde über seinen privaten YouTube-Channel am Freitagmittag veröffentlicht und der blasse, dünne Junge aus Bremen-Vegesack illustrierte die Situation bei Twitter noch weiter in Wort und Bild. Bereits am Morgen kündigte er an, dass heute der Knüppel aus dem Sack gelassen werden würde:

 

Ohne dem Video zu viel vorweg nehmen zu wollen, fehlt dem Moderator und Chefredakteur schlicht und ergreifend in seinem eigenen Stall die nötige Seriösität und Ambition, wenn es darum geht, in einem Medium, in dem Quote alles ist, bei einem öffentlich-rechtlichen Sender und in einer Sparte, in der die Konkurrenz ob der werberelevanten Zielgruppe gnadenlos sein dürfte, gutes Fernsehen zu machen. Darüber hinaus sehen die Mitarbeiter die wöchentliche Ausstrahlung offenbar Mal um Mal als Grund zu exzessivem Feiern, was in zu erwartender Sauberkeit der Räumlichkeiten und in Unmut bei Böhmi Böhmermann resultiert.

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Nicht nur für mich, sondern wohl das gesamte Internet kam das überraschender als eine Torte für Beatrix von Storch. Ich wollte eigentlich ein paar Hip-Hop-Gems droppen, bevor meine Eltern anreisen, aber war wohl nix. Zwar ist mir persönlich durchaus aufgefallen, dass die Konstanz in der Qualität durchaus ein Problemchen des Neo Magazin Royale war, welche aber oft genug durch absolute Highlights der Qualitätsunterhaltung relativiert wurden. Man denke da nur beispielsweise an Höhenflüge wie Varoufake – zugegeben, ein „One of a kind“-Coup – im Gegensatz zu solch qualvolle Lückenfüller wie den „Selfie deines Lebens.“ Warum nicht mal wieder das „Digitale Quartett“ die Metaebene von Offline und Online durchbrechen lassen?

Ich persönlich bin eindeutig #TeamBöhmi, was das angeht, da ich nicht nur durch seine Sendung, doch vor allem auch durch „Sanft & Sorgfältig“ (R.I.P.) seine Denke kennen gelernt habe und ich der Meinung bin, dass er diesen Schritt nicht gehen würde, wenn er ihn nicht für absolut notwendig erachten würde. Mag sein, dass er einiges überdramatisiert, es wird sich zeigen, wie die Sache weitergeht, aber er sagt auch viel Wichtiges und offenbar Richtiges in seiner State Of The Program Address ans Zweite Deutsche Internet. Hier findet ihr das Video in voller Länge, bildet euch eure eigene Meinung. Ich bin und bleibe Fan!

via @janboehm (Twitter)

America’s back mole: John Oliver über Donald Trump

by Kilian

Der amerikanische Vorwahlzirkus zur Nominierung der Präsidentschaftskandidaten, die dann eigentlich erst den wirklichen Wahlkampf starten, ist alle vier Jahre nicht nur für den gemeinen Europäer ein schwer zu durchschauendes Dickicht aus Wahlwerbespots, Debatten, verbalen Entgleisungen, Experten und „Experten“, viel zu viel Geld und Megalomanie auf Seiten der Kandidaten. Nein, auch zahlreichen US-Amerikanern muss regelmäßig erläutert werden, wie, warum, für wen und für wen auf keinen Fall sie ihre Stimme abgeben sollten und auch der Wahlkampf 2015/2016 ist hier keine Ausnahme – besonders das Auftauchen und bisher überraschende Abschneiden der Non-Establishment-Kandidaten wie Bernie Sanders bei den Demokraten oder dem texanischen Fall für die Geschlossene, Ted Cruz, bei den Republikanern bedingt, dass man sich die um die Stimmen Buhlenden ein wenig genauer ansieht.

Genau das hat John Oliver, genialer, innovativer und entzückend britischer Host von „Last Week Tonight“ auf HBO, nun mit dem sprichwörtlichen Elefanten im Raum getan: Donald Trump. Der New Yorker Milliardär mit Napoleonkomplex polarisiert in den USA (nicht nur) zur Zeit wie kein Zweiter, seit er sich in den Kopf gesetzt hat, das Weiße Haus zu beziehen, eine Mauer an der US-Südgrenze zu Mexiko zu bauen, welche die Mexikaner bauen und für die sie bezahlen werden oder die Familien von IS-Mitgliedern zu attackieren. Boy, it’s a merry good time in the good ol‘ US of A.

Über den minimalen politischen Tiefgang des Immobilieninvestors und seinen puren, schlecht versteckten Populismus herrscht in jedem aufgeklärten Gehirn zwischen Seattle und Kaufbeuren Einigkeit, dennoch schadet es bekanntlich nie, einen Politiker – oder einen, der es werden will – auf den dampfenden Haufen Exkremente festzunageln, den dieser so von sich gibt. Und wohl kaum einer der verbliebenen Kandidaten des US-amerikanischen Präsidentschaftsrennens bietet eine so breite und schlecht frisierte Angriffsfläche wie der New Yorker, dessen Äußerungen zu Abtreibung, Refugees, Syrien, ISIS, Frauen oder praktisch jedem anderen Thema seit Monaten jedem rational denkenden Menschen morgens das Frühstück versauen. Seien es nun also seine markanten, wenig durchdachten Reden, seine impulsiven, nicht minder wenig durchdachten Tweets oder seine Politik, die durch die endgültige Überwindung echter Inhalte auch das ZK der Partei Die PARTEI glücklich machen dürfte – John Oliver erklärt gewohnt treffsicher in knapp 20 Minuten alles, was man zum größten zeitgenössischen Brüllaffen der amerikanischen Politik wissen muss.

(Direktlink)

Wenn Fernsehen großes Kino würdigt: Filmreferenzen bei den Simpsons

by vctrl

Als letztens mal wieder die zweite Staffel der Simpsons in meinem DVD-Player gelandet ist, habe ich die freudige Feststellung gemacht, dass es sich tatsächlich immer wieder lohnt, sich manche Dinge nicht nur einmal anzusehen. In diesem Fall bemerkte ich zum ersten Mal, dass Lisa in einer Szene in Folge 7 das Gedicht Howl von Allen Ginsberg zitiert  – und fragte mich, wie vieler dieser Hinweise wohl schon an mir vorübergegangen sind. Ebensolche subtile Sequenzen sind vermutlich auch dafür verantwortlich, dass die gelben Kultfiguren wie kaum eine andere Fernsehserie generationenübergreifend beliebt sind, und das schon seit Jahrzehnten.

Anspielungen auf Politik und Gesellschaft sind ja immerhin das grundlegende Prinzip, auf dem Satire basiert. Dass die Simpsons-Schöpfer gerne mal prominente Gäste nach Springfield holen und auf aktuelle politische und (pop-)kulturelle Phänomene Bezug nehmen, ist für Fans der Serie nichts Neues. Nun hat sich freundlicherweise eine Dame – genauer: Celia Gomez unter dem klangvollen Usernamen cgmzz – die Mühe gemacht, ein Video mit zahlreichen Filmreferenzen bei den Simpsons im direkten Vergleich zu den originalen Filmsequenzen zusammenzustellen und auf Vimeo hochzuladen, darunter Pulp Fiction, A Clockwork Orange, 2001 – Odyssee im Weltraum, Psycho und Shining.

Zwar sind damit die Anspielungen auf das Kino in 27 Jahren Simpsons noch lange nicht vollzählig, doch sollte ein so gelungener Zusammenschnitt wie dieser definitiv Erwähnung finden. Es ist immer wieder eine Freude zu verfolgen, wie liebevoll und detailgetreu Matt Groening & Co. herausragende Werke der Filmgeschichte würdigen. Wem das schlussendlich noch nicht genügt, der findet hier in der Simpsonspedia eine vollständige Auflistung der Referenzen in allen Episoden der bis dato 27 Staffeln, akribisch alphabetisch geordnet. Damit wäre dann wohl mal wieder die These bestätigt, dass es im Internet nahezu alles irgendwo zu finden gibt. Schon schön manchmal.

 

via Moviepilot

Deutschland, du Fotze: Jan Böhmermann gewinnt (mal wieder)

by Kilian

Till Schweiger ist an und für sich eine Person, der ich auf dieser Plattform kein Wort mehr als nötig widmen möchte. Mittelmäßiger Schauspieler, überbewertete Medienperson, Rechtschreibung eines Grundschülers – aber immerhin beachtet er sich selber als intellektuell.

Miserable cineastische Leistungen hin oder her: Heute startet, in der großen Tradition der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, revolutionäre Ideen zu haben, der Tatort „Tschiller: Off Duty“ als abschließender Teil eines Opus Malum mit Herrn Schweiger in der Hauptrolle in den deutschen Kinos. Ich kann mir wenig vorstellen, auf das ich eher verzichten könnte. Nur mit einer Sonnenbrille und einem Tropfen Parfüm hinter den Ohren bekleidet auf Acid am Royal Ascot teilnehmen vielleicht. Obwohl das, wenn man dem Gedanken eine Minute Zeit gibt, schon ganz witzig klingt und – so man denn solange Lust auf Pferderennen mit geöffnetem dritten Auge hat – im Vergleich mit dem Film sicherlich um einiges interessantere 134 Minuten (sic!) werden.

Mein Digitalsparten-Bruder im Geiste Jan Böhmermann (dessen zentrales Werk „Anleger frei“ jeder gesehen haben sollte, der etwas auf sich hält), der ebenfalls nicht der größte Fan des Freiburger Intellektuellen ist, nutzt einmal wieder die Gunst der Stunde und widmet sich mit gekonnten Spitzen den brennenden Fragen der Zeit. Was mit den Flüchtlingen anstellen? Was mit der AfD? Soll an der Grenze auf Till Schweiger und seine Kinder, oder doch nur auf Frauen geschossen werden?

Fragen über Fragen, die der Voltaire Vegesacks zusammen mit seinem Team zu beantworten weiß. Der brandneue, actiongeladene Trailer macht auf jeden Fall Laune auf die neue Staffel des Neo Magazin Royale, welche heute Abend mit Sarah Kuttner als Gast (Gästin? Ich möchte ja nicht misgendern.) im Zweiten Deutschen Internet und bei ZDFneo startet. In diesem Sinne: Open your hearts and minds for Jan Böhmermann in „Deutschland: Off Duty„!

via Werben & Verkaufen

„Apocalypse“ is coming: So sieht der neue „X-Men“-Teil aus

by vctrl

Fans der X-Men-Reihe, aufgepasst! Hier gibt’s ein Vorab-Weihnachtsschmankerl: der erste Trailer zum neuen Teil der Marvel-Comicverfilmung mit dem vielversprechenden Titel „Apocalypse“ ist nun zu sehen.

Die Truppe um Professor X (James McAvoy) hat es im neuesten Actionspektakel mit dem Ur-Mutanten Apocalypse (Oscar Isaac) zu tun, der natürlich nichts Geringeres vorhat, als – was auch sonst! – die gesamte Menschheit zu vernichten. Der Trailer verrät: es gibt Wüste. Ordentlich Wüste. An der Seite von Professor X kämpft wie gewohnt Raven (Jennifer Lawrence), während Michael Fassbender als Magneto in Mr. Mutant einen neuen Verbündeten findet. Weitere Beteiligte sind u.a. Evan Peters und Lucas Till (beide „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“), Olivia Munn („Iron Man 2“), Nicholas Hoult („Skins“) und Rose Byrne („X-Men: Erste Entscheidung“). Bleibt nur zu hoffen, dass „Apocalypse“ ein wenig mehr Elan an den Tag legt als sein Trailer. Ein paar Andeutungen zeigt er ja zumindest.

Das Zepter führt wieder Bryan Singer, der schon bei „X-Men – Der Film“, „X-Men 2“ und „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ für die Regie verantwortlich zeichnete. Wer die bisherigen X-Men Filme mochte, wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dieses Mal den Kinosaal beglückt verlassen. Ein bisschen Geduld ist bis dahin allerdings leider noch erforderlich. In der Zwischenzeit müssen sich Genre-Fans mit Sicherheit keine Sorgen machen, dass sich zu wenig Actionhelden auf den Leinwänden tummeln.

„X-Men: Apocalypse“ startet am 19. Mai 2016 in den deutschen Kinos.

via Moviepilot