Chronophone feat. Mike Anderson – In The Sunset (Werner Niedermeier Remix) (2014)

von Kilian

G’day, motherfuckers! Ein wunderschöner Montag und ein guter Start in die Woche ist dem illustren, elitären, weit über dem Rest jedweder anderer Medienkonsumenten stehenden Zirkel, der sich die Backinthedaze.-Leserschaft nennt, ausnahmslos zu wünschen – ihr schafft das schon, bisher ist es noch jedes Mal immer Freitag geworden! Durch eine glückliche Fügung ist meine eigentlich genau jetzt stattfindende Übung zur Geschichte Ägyptens entfallen, was meinen Montag dementsprechend zu einem freien Tag macht. Ixnay on the uni, deal with it, Leistungszwang. Die freigewordene Zeit wird sich wohl mit Erledigungen diverser Natur – Gängli, wie man bei mir zuhause so schön sagt – und Arbeit im Haushalt füllen, aber, wie man just in diesem Moment lesen kann (wow, meta as f) – erstmal schreiben.

Besonders irritierend in den vergangenen Tagen fand ich, dass der Winter nun endgültig angekommen ist, auch ohne Schnee und Glatteis. Es wird um 16 Uhr einfach schon fucking dunkel, was, wie mir auffällt, die Zeitspanne innerhalb des Tages, welche man, ohne sich anzulügen, ehrlich als produktiv bezeichnen darf, teilweise doch sehr beschneidet. Nichtsdestotrotz gab es in der vergangenen Woche und auch heute wieder trotz klirrender Kälte Sonne satt, die es selbstverständlich auszukosten gilt. Den passenden Sound dafür liefert heute – auch wenn der Titel des Songs der Uhrzeit des Posts diametral gegenüber steht – Werner Niedermeier.

Niedermeier ist schon seit den frühen 1990ern ein Teil der deutschen elektronischen Szene und nimmt eine Pionierrolle im deutschen House ein. Sein erstes eigenes Label, Soul Camp Recordings, gründete er 1999 in Berlin und veröffentlichte darauf Musik von Künstlern wie beispielsweise Phonique oder Martin Landsky. Er selbst releaste Musik und spielte Sets für Labels und Clubs aus allen für die internationale Szene auch nur annähernd relevanten Ländern wie Deutschland, Japan, Frankreich, Großbritannien, Belgien oder den USA (um nur einige zu nennen), sein Weg führte in mittlerweile schon in die Panorama Bar, das bald wieder eröffnende Fabric in London oder ins Tokioter Yellow. Kurzum: Ein weit gereister DJ und Produzent, der schon eine ganze Menge gesehen hat.

Für das spanische Label Subwax Excursions hat er sich im Jahr 2014 in Form eines Remix des Tracks „In The Sunset“ von Chronophone feat. Mike Anderson angenommen, welcher auf der gleichnamigen EP veröffentlicht wurde. Chronophone ist ein DJ aus der Schweiz, welcher sich ganz seiner Passion für Detroit und Dub Techno verschrieben hat. Wie bereits angesprochen, strahlt auch heute bei sommerlichen -1 °C schönster Sonnenschein über Leipzig und nomen est ja bekanntlich eben doch omen und die vorliegende Nummer passt daher, wie erwartet, genau in die Stimmung. Um mich zu vergewissern, ob der Track auch wirklich gut ist, kann ich ihn ja zum für 16:03 Uhr (sic!) prognostizierten Sonnenuntergang nochmal durch die Boxen laufen lassen. (jetzt schon #sickofwinter) Der Remix präsentiert sich als entspannter, sommerlicher House, der mit smarten Percussions, einer ansteckenden Bassline und für meinen Geschmack stellenweise fast einem Iota zuviel Lyrics daherkommt (aber nur fast) und einfach Spaß macht. Runde Nummer, das Ganze!

via Cinthie