Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Monat: Oktober, 2016

Was ist das für 1 Stunde: John Oliver zur Zeitumstellung

by Kilian

Sommerzeit. Winterzeit. Winterzeit. Stunde vor. Stunde zurück. Irgendwann zwischen dem 25. und dem 31., jeweils in März und Oktober. Man möchte eigentlich meinen, dass solch kurze und wenig gehaltvolle Informationen Platz in der eigenen Großhirnrinde finden würden, doch in wunderbarer Regelmäßigkeit wird der Mensch eines Besseren belehrt und in jedem über die Details dieser Regelung mangelhaft informierten Freundeskreis entsteht f. Die Sinnhaftigkeit, zweimal im Jahr alle Uhren um eine Stunde vor- respektive zurückzustellen, erschließt sich allerdings den Wenigsten und dem Großteil der davon Betroffenen wohl überhaupt nicht. Man kommt nicht umhin zu fragen: Was ist das für 1 Stunde?

Wie, warum und vor allem warum wir immer noch die Uhren jedes Jahr umstellen, fragte sich auch John Oliver, seines Zeichens Host der ausgezeichneten US-amerikanischen Late Night Show Last Week Tonight auf HBO, in der er sich jeden Sonntag nach einem kurzen, in der Regel aus drei Schlaglichtern bestehenden Recap der Woche im Anschluss einem größeren, intensiv aufgearbeiteten Thema widmet. Willkommener, immer wieder auftauchender Gast in den Formaten der Sendung: How is THIS still a thing? Im März vergangenen Jahres befasste sich Last Week Tonight demnach mit der Sommer- und Winterzeit und das Produkt stellt ein für alle Mal die Fakten über die Zeitumstellung klar und dabei auch humoristische Ansprüche absolut zufrieden.

via Perspective Daily

Oxia – Bouni (2002)

by Kilian

Es ist wahrlich ein Trauerspiel. Da nimmt man sich nun einmal vor, sich wieder verstärkt der Reproduktion der eigenen Gedanken und gefundener Internetfragmente in schriftlicher Form zu widmen – die Rede ist von dieser schönen Plattform hier – und zack, a sudden life appears! Wer hätte damit rechnen können? Altlasten des vergangenen Semesters, die ersten Hürden und Aufgaben des beginnenden, ein neuer Nebenjob, Verpflichtungen in der WG, Mobilitäts- und Flexibilitätseinschränkungen durch paralleles Ausfallen von iPhone und Fahrrad (absoluter Horrortrip) und eine Menge anderer Blödsinn sowie das selbstverständliche Bedürfnis nach Zeit für mich engen die Zeitfenster für die einzelnen Segmente mal wieder ungewohnt ein. Ein Zustand, mit dem ich mich erst akklimatisieren muss, aber das wird sicherlich bald kommen, wenn der Stapel an Aufgaben mal wieder etwas schrumpft.

Manchmal kommt das Gefühl auf, dass man für nichts Zeit hätte und dieses will ich unter keinen Umständen die Oberhand gewinnen lassen. Umso schöner, dass dieses Wochenende bisher unter dem leuchtenden Stern von laissez-faire stand: Besuch aus Bayern, viel Musik und rote Augen, leckeres Essen und lange Stunden zusammen, wahrlich schön. Damit einhergehend wird sich, auch dank des morgen anstehenden Feiertages, heute noch weiter ein wenig gehen gelassen und heute Abend auch endlich wieder einmal die Tanzschuhe herausgeholt, hingegen zu etwas gemäßigteren Klängen als dem folgenden Fundstück.

Darauf gestoßen bin ich, weil der von mir durchaus geschätzte Vincent Neumann, seines Zeichens Resident in der Leipziger Distillery, ihn mit Verweis auf die Bassline bei Facebook empfohlen hatte und dieser Empfehlung bin ich gerne gefolgt. Und in der Tat, die Bassline von „Bouni“ kann so einiges. Der im Jahr 2002 über das deutsche Label Monoïd veröffentlichte Track, seinerzeit die A-Seite der gleichnamigen EP, altert meiner bescheidenen Meinung nach extrem gut. Eine verhältnismäßig fröhliche Nummer in meinen Augen, die sich allerdings auch heute noch exzellent gegen Ende eines Sets machen dürfte. „Bouni“ stammt aus der Feder des Franzosen Olivier Raymond, besser bekannt als Oxia. Raymond, seinerseits Mitgründer des französischen Labels GoodLife, ist schon seit den frühen 1990ern fester Bestandteil der Szene unserer Nachbarn, begann allerdings später, sich mit stärkeren House-Einflüssen weg vom Techno zu bewegen. Kann man mögen, muss man aber nicht. Hier allerdings hat Monsieur Raymond so einiges richtig gemacht, vom markanten Bass, über die treibenden Hi-Hats und die im Hintergrund Fülle gebenden perkussiven Sounds, formt sich alles zu einem Techno-Track, der einfach Spaß macht.

via Vincent Neumann

#BarsForDays: Rapper Murs will den Weltrekord

by Kilian

Für die meisten ist das alleinige Wachbleiben von 24 Stunden ohne jegliche Hilfe schon eine mittelprächtige Krise, 24 Stunden mit irgendeiner anderen Tätigkeit ohne Pause zu füllen, ist hingegen ungleich schwerer. Der Rapper Murs, den wir unter anderem auch schon hier auf dem Blog hatten, hat sich nun allerdings vorgenommen, den Weltrekord für die längste ununterbrochene Rap-Session aufzustellen, der in seiner Größe den bisher bestehenden Freestyle-Weltrekord von neun Stunden in den Schatten stellen soll: Ganze 24 Stunden – mit der Option auf Verlängerung – will der Rapper aus L.A. Beats mit Bars komplettieren, auf einem Stuhl in einem Studio, mit unterschiedlichsten Produktionen und Rhythmen, ununterbrochen und live per Stream für die Welt auf YouTube zu sehen. Unter dem Hashtag #BarsForDays kann man die Aktion online in den diversen sozialen mitverfolgen und im unten eingebundenen Video kann sich der geneigte Rapfan noch vier bis fünf Stunden Murs gönnen.

via Noisey

Let’s play, Sven: Das Berghain-Kartenspiel ist da

by Kilian

Vielen gilt das ehemalige Kraftwerk am Wriezener Bahnhof in Friedrichshain-Kreuzberg nicht nur als der Tempel des Techno in Berlin, in Deutschland, in Europa und wahrscheinlich auf der ganzen Welt – nicht zu unrecht, wie ich finde, was hingegen eine Diskussion ist, für die man sich etwas länger Zeit nehmen sollte. Eines der Charakteristika des Berghain ist, neben dem strikten Verbot audiovisueller Aufnahmen und einer Menge Nackter und Halbnackter, seine berühmt-berüchtigte harte Tür – Mensch geworden und mit einem Gesicht versehen in Gestalt von Sven Marquardt – an der sowohl Ottonormalraver als auch Szenesnobs ins Schwitzen kommen, gekommen sind und hoffentlich noch lange kommen werden. Demokratisierung des Clubbesuchs durch als randomisiertes Chaos getarnte Selektion, sozusagen.

Die „Berghain Experience“ konnte man, Internet sei Dank, mittlerweile mit dem Berghain Trainer schon in der virtuellen Realität nacherleben, auch wenn die Erfolgschancen meines Erachtens online noch mal geringer einzuschätzen sind. Den nächsten Schritt in die reale Welt könnten die kultischen Elemente um die Schlange vor dem Berghain allerdings bald gehen: Auf Instagram präsentiert sich das neue Kartenspiel „Berghain ze Game“ und kündigt an, bald via Kickstarter finanziert werden zu wollen. In dem – ganz ungewöhnlich für – sehr bunt gehaltenen Kartenspiel, geht es darum, mit seinen Mitstreitern in die Rolle von Sven und Kollegen zu schlüpfen und die Nacht zu dirigieren.

“In Berghain ze Game, your job is to let the right people into legendary Berlin techno club Berghain. Take turns as the most powerful man in Germany and learn more about gay culture in the process!”

Sieht vielversprechend aus, wenn ihr mich fragt! Liebevoll gewählte Charaktere, sympathisch illustriert, wenn der Spielmodus dazu auch noch einige Schmankerl bereit hält, bin ich sofort am Start. Folgt den Entwicklern unter @berghainzegame bei Instagram für Updates.

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via Electronic Beats