Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Monat: Juni, 2015

You know the deal: JuJu Rogers – Hungry (prod. by Bluestaeb)

by Kilian

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dieses Video schon von März diesen Jahres ist und ich bisher noch keinerlei Notiz davon genommen hatte. Schande über mein Haupt und über das eines jeden, der sich diesen Track und dieses Album entgehen lässt, denn was die beiden Protagonisten mit diesem Track abliefern, verspricht Großes für den anstehenden Release.

Denn: Ayayay, da hat sich aber ein höchst dynamisches Duo gefunden! Bluestaeb, seines Zeichens überragender Produzent aus Berlin, baut den Beat und JuJu Rogers, bekannt durch die Undergroundübermenschen Man Of Booom und kurz vor der Veröffentlichung seines ersten Soloalbums stehend, veredelt das Klangbett mit intelligenten, absolut on point deliverten Zeilen. „From The Life Of A Good-For-Nothing“ erscheint kommenden Freitag, 5. Juli, über Jakarta Records. „Hungry“ vereint dabei zwei Meister ihres Fachs, von denen wir in Zukunft hoffentlich noch wesentlich mehr hören werden. Wunderbar oldschoolige Produktion von Bluestaeb, die in Kombination mit den spätestens seit „Back To The Booom“ bekannten, massiven Skills von JuJu Rogers einfach nur dope kommt. Das Video stammt dabei von Pretty Dirty, der unter Anderem für das sehr nice Video für „Die Drinks“ von Hiob, Karate Andi und Morlockk Dilemma verantwortlich ist und seinen Job auch hier mehr als gut macht.

via Man Of Booom

Du bist high, denn ich bin dope: Chefket – Rap & Soul

by Kilian

Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Chefket! Nachdem der Berliner Rapper vor kurzer Zeit bereits sein kommendes Album „Nachtmensch“ für den 14. August ankündigte, erschien am heutigen Tag auch gleich noch der erste musikalische Appetithappen. Die neue Nummer und erste Videoauskopplung, produziert von Ghanaian Stallion und Farhot – kann man mal machen, btw – feierte heute bei 16Bars.de Premiere und stellt wieder einmal unter Beweis, dass der Berliner Rapper zu den besten, sympathischsten und authentischsten seiner Zunft gehört.

Auf den überragenden, das beste aus verschiedensten Strömungen vereinenden Beat von Farhot und Ghanaian Stallion flowt Chefket vom Allerfeinsten und zeigt Rapdeutschland aufs Neue, dass mit ihm zu rechnen ist. Ich durfte den Berliner MC schon auf dem splash! 2013 live erleben und bin ehrlich gespannt auf das neue Album. Denn Chefket ist zweifelsohne einer der Begabtesten am Mic und als erste Kostprobe für das Album ist „Rap & Soul“, produziert vom musikalischen Vater von „Chabos wissen, wer der Babo ist“ und Megalohs Haus- und Hofproduzenten, einfach genau on point. Hier passt alles, von der großartigen Produktion, über das Video, die Tänzerinnen bis hin zum Rapper selbst. Chapeau, Chefket, ich bin beeindruckt!

via Chefket

Wie man es auch dreht und wendet: Aphroe – Requiem 4 A Dream

by Kilian

Das ist mal ein in letzter Zeit seltener, aber höchst willkommener Grund zur ehrlichen Raphead-Freude: Einer der lyrisch besten Emcees dieses Landes – wenn nicht sogar der virtuoseste – diggt ein bisschen die Crates der eigenen Festplatte und haut einen Freetrack raus, dessen Ursprung nicht weniger als neun Jahre in der Vergangenheit liegt.

Aphroe, seines Zeichens MC der legendären Ruhrpott AG aka RAG, veröffentlichte heute aus dem Nichts einen Freetrack, welchen er 2006 gemeinsam mit Produzent Monroe kreiert hat. Die Nummer trägt den Titel „Requiem 4 A Dream“, kommt dabei ganz ohne ein Sample des Themas des gleichnamigen Films aus und unterstreicht, wie so vieles aus dem Katalog des Rappers aus Herne, dessen einzigartige Qualität, textliche Tiefe und Aussage mit überragender Rap-Technik auf Beats zu packen. In meinen Augen ist Aphroe einer der wenigen Emcees der deutschen Rap-Historie, den ich gleichsam als lyrisch wie als poetisch bezeichnen würde und auch die Rawness des ungemasterten, ungemischten Freetracks von 2006 tut dem Ganzen selbstverständlich keinen Abbruch.

Wenn die Gondeln Trauer tragen, wie ich im Herzen Talent / vergraul ich mein Vertrauen darin, bis ich es selber verkenn‘

via Aphroe

Kaelan – Randomizer (2012)

by Kilian

Man kann ja von Italien halten was man will, aber in den vergangenen Monaten durfte ich herausfinden, dass das Land der Bruschetta und Berlusconi vor allem im Bereich der elektronischen Musik eine ganze Menge zu bieten hat. Seien es international renommierte Künstler wie Mind Against, der erst dieses Jahr verstorbene Max_M oder junge Namen wie Stenny oder Andrea von Ilian Tape – mamma mia, ich bin Fan!

In diese Empfindung reiht sich auch der vorliegende Track ein, der mal wieder die extrem gute elektronische Musik aus Italien promotet. Kaelan, der Künstlername von Nico Campanella, steht hierbei für einzigartigen, schwer einzuordnenden Sound und nebenbei auch noch hinter seinem eigenen Label Subosc. Auf eben jenem Label wurde 2012 auf der einfach „001“ betitelten, ersten EP, der Track „Randomizer“ veröffentlicht, der es mir wirklich angetan hat: Eine sehr schöne, sphärische Nummer, die die eigene Perzeption von Mal zu Mal ein wenig hinters Licht führt. Mal wirkt der Track eher antreibend, mal beruhigend, doch immer ein bisschen spacig und echt gut. Die Bezeichung Deep Techno würde wohl am besten dazu passen, doch unabhängig von Genres sei gesagt – „Randomizer“ kann viel!

via Techno Scene (Official Group)

DerBenman & Tetsuo – Wertvoll (prod. FloFilz) (2013)

by Kilian

Eine deutsche Crew, welche ich mittlerweile bereits seit einigen Jahren interessiert verfolge, ist das 2 Zimmer Gefüge aka 2ZG aus Saarbrücken. Seit einem überragend dopen Snippet zu ihrem damals anstehenden Album „Aus dem 2 Zimmer Gefüge“ aus dem Jahre 2013 war ich ernsthaft beeindruckt und gespannt auf das, was da noch kommt. Doch leider konnten in meinen Augen viele Releases der Saarländer nicht mit dem Snippet mithalten, bzw. stand für mich die Anzahl der Nummern, die mir ehrlich von Anfang bis Ende taugen, in keinem ordentlichen Verhältnis zu den Veröffentlichungen der Posse oder der Solo-Acts und Crews aus ihren Reihen.

Doch das klingt natürlich wieder einmal viel zu sehr nach der Suche nach einem Grund, etwas schlecht zu machen, doch das soll es keineswegs sein: Einige der Mitglieder des 2ZG haben schon perverse Parts, Beats oder Platten rausgehauen. Zu meinen beiden Favoriten aus ihrer Mitte gehören beispielsweise Drumtomski, Joe Space oder Tetsuo, währenddessen einige der Produzenten wie Schwan oder dEnkmaschine sich in ihrem eigenen Feld hochqualitativ bewegen. Und im vorliegenden Fall haben wir einen der tightesten MCs des Gefüges, Tetsuo, gemeinsam mit DerBenman auf einen Beat eines der coolsten deutschen Produzenten in meinen Augen. Erschienen ist „Wertvoll“ auf DerBenmans Album „L(e)’Asket“ aus dem Jahr 2013. Stilistisch und thematisch bleibt alles beim Alten, die Welt und der lyrische wack MC bekommen ihr Fett weg, lyrisch on point, unterlegt von einem herrlich knisternden, staubtrockenen Beat von FloFilz – über die Hook lässt sich streiten, aber ansonsten tight!

Mittelfinger hoch: Der Hollywood-Stinkefinger-Supercut für jede Lebenslage

by Kilian

Der gemeine Arbeitnehmer, Student, Schüler und vielleicht sogar der Arbeitslose mokiert sich in unseren Breitengraden – und wohl auch nicht nur dort – stets gerne darüber, wie schrecklich doch der Montag ist. Dass an dieser Aussage etwas dran ist, steht außer Frage, doch wenn wir einmal ganz ehrlich mit uns sind, sind Dienstag bis Donnerstag auch nicht wirklich besser.

Doch da schlechte Laune zum Glück zeitunabhängig ist, gibt es von den netten Herren von Supercut Online das perfekte Video zum genießen, mitfühlen und weiterversenden – perfekt in Szene gesetzt von euren Lieblingsschauspielern. Der Mittelfinger als Kulturgut, basierend auf Ausschnitten aus 161 Filmen wie Ananas Express, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Easy Rider, City of God oder American History X (komplette Filmliste unter dem Video), unterlegt mit Peter Griffins Lieblingssong, „Surfin Bird“ von The Trashmen, geschnitten zu knapp drei überragend witzigen Minuten. Guten Morgen!

Hey you!! Yes you!!!

Have your heard?
Heard about the bird?
No?
** Raises Finger**

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Neurotron – Untitled (2012)

by Kilian

Hachja, die elektronische Musik und ihre zahlreichen Lieder ohne Titel – dem einen sind sie obligatorische Ecke und Kante, die mit der Auseinandersetzung mit all diesen Genres einhergeht, für andere nur lästig, für wieder andere kryptisch und wieder ganz andere lachen sich ins Fäustchen, wenn sie mitbekommen, wie jemand fanatisch, aber erfolglos, ihre Tracks sucht. Ein besonderer Kandidat, der hier in den Sinn kommt, ist beispielsweise Shed aka Wax aka Head High, der mit allen seinen Pseudonymen in allen seinen musikalischen Beschäftigungsfeldern gerne mal auf Songtitel verzichtet.

Gleich tuen es ihm in diesem Fall auch Neurotron: Das deutsche Duo Neurotron, bestehend aus André b – dessen Name bei mir übrigens irgendwie das Baader-Meinhof-Phänomen darstellt – und Axel Schuh, veröffentlich bereits seit Anfang des Jahrtausends gemeinsam unter diesem Namen Musik und seit 2005 auch auf ihrem eigenen Label Neurotron Music. Der vorliegende Track, welcher keinen Titel trägt, ist die A-Seite der EP Neurotron 003 aus dem Jahre 2012 und fällt in meine bereits öfters gepriesene Kategorie „Sonne, Joints & Dub Techno“. Perfekte Untermalung für meinen Montagnachmittag bei eben diesen drei genannten Sachen und ihr, liebe Leser, solltet das selbe tun.

via Beste Modus

Sphaereon – CX 343 (Into The Abyss) (2014)

by Kilian

Wenn man, wie ich, einen Großteil seiner freien Zeit mit dem Genuss guter Musik oder der Suche nach dieser verbringt, werden die Gelegenheiten, auf komplett Neues zu stoßen, seltener: Setzt man sich mit (elektronischer) Musik eingehend auseinander, überschneidet sich hier mal das Label, dort wurde mal mit jenem ein Projekt gestartet, man hat die selbe Bookingagentur, oder, oder, oder. Oder so meint man. Denn just vorhin bin ich in einem von mir sehr geschätzten Forum elektronischer Connaisseure bei Facebook auf diesen Track gestoßen, bei dem Artist und Label für mich wirklich ein unbeschriebenes Blatt sind.

Der Künstler namens Sphaereon, der auch – oder vielleicht eher – unter seinem Pseudonym Mono.xID bekannt ist, veröffentlichte seine „Cronox Abyss EP“ im vergangenen Jahr über das Label Audio Borderline aus Warschau. Den eigenen Anspruch an sich selbst beschreibt das Label wie folgt:

„Audio Borderline aims to release quality music which can be described as follows: dark, raw and forceful techno that sets hearts and bodies in perpetual motion.“ 

Der Berliner Musiker nahm sich – soundtechnisch sicherlich dem Anspruch des Labels gerecht werdend – bei seiner EP für zwei Tracks den Abgrund als Leitmotiv und beendet die Scheibe mit dem „Prelude“. Schön weird, I like it. Eröffnet wird die EP allerdings von diesem wunderbar düsteren, trippigen, spuligen, überragenden Technotrack, „CX 343 (Into The Abyss)“: Catcht sofort, holt ab, nimmt mit – ganz weit weg, ganz woanders hin, wo die Nächte endlos sind und der Morgen danach niemals kommt. Absolut überzeugende Nummer von Sphaereon, Chapeau!

via Chineurs de Techno

Efdemin – Sun (2009)

by Kilian

Der Berliner Philipp Sollman, vielen elektronisch Interessierten wohl besser bekannt als Efdemin, ist zweifellos eine der renommiertesten und strahlkräftigsten Personalien der deutschen Szene der vergangenen 15 Jahre – sein musikalisches Œuvre legt davon Zeugnis ab, denn als DJ wie als Produzent fühlt sich der Berliner gleichsam zuhause. Mit Veröffentlichungen auf seiner Labelheimat Dial, dem Ostgut-Sublabel Unterton, Curle Records, Kann Records oder seinem eigenen Vinyl-only-Label Naïf hat Efdemin einen Katalog an Releases im Rücken, der sich sehen lassen kann.

Der vorliegende Track, „Sun“, wurde im Jahr 2009 als erster Release auf dem seinerzeit neu gegründeten Label Naïf veröffentlicht und war die Flipside der ersten 12″. Die A-Seite steuerte mit „Hotter Than July“ die heute nicht ganz unbekannte russische Künstlerin Nina Kraviz bei – aber das nur am Rande. „Sun“ verkörpert den von mir in der elektronischen Musik im Allgemeinen, aber im (Tech) House im Speziellen geschätzten „Ethno-Sound“. Soll, im weitesten Sinne, heißen: Organische Drums, Vokalsamples irgendwelcher tribaler, traditioneller oder schamanischer Gesänge und per se eigentlich der perfekte Soundtrack zum Tanzen am karibischen Tropenstrand. Stehe ich persönlich unglaublich darauf und auch Efdemin trifft mit dieser seiner Nummer bei mir voll ins Schwarze.

Bryan Zentz – D-Clash (2003)

by Kilian

Da sich aus irgendeinem Grund vor meinem Fenster jetzt schon seit ca. einer Stunde gleich einmal alle Nachbarn mit ihrem Garten, die Müllabfuhr mit ihren Mülltonnen und zwei Häuser weiter die Bauarbeiter mit ihrem Bau beschäftigen, habe ich heute Morgen eine Lärmkulisse, die mich langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Und nein, ich meine nicht Acid Techno.

Einem solchen juxtapositionierten Abfuck sollte man natürlich mit Musik entgegenwirken. Mein altbewährtes Rezept für solche Fälle ist ja ausufernde musikalische Härte, doch gegen diese hartnäckigen Laubbläser, Rasentrimmer und Mülllastwagen muss es an dieser Stelle wohl die rohe, geballte Kraft der Lautstärke tun. Und dafür habe ich glücklicherweise genau den richtigen Track im Gepäck: „D-Clash“ wurde 2003 auf der gleichnamigen 12″ auf Intec Records, dem ehemaligen Label von Legende Carl Cox, veröffentlicht und erschien mit einem Remix der netten Herren von Slam auf der B-Seite. Produziert wurde die Nummer von Bryan Zentz, einem US-amerikanischen DJ und Produzenten, der seit Mitte der 1990er bis vor ein paar Jahren in der Szene aktiv war und auf Labels wie eben Intec, Definitive Label, Primate Recordings oder Disruptor releaste. Die Nummer klingt, verglichen mit dem oftmals wirklich düsteren Techno unserer Tage, so herrlich old-fashioned, dass es eine helle Freude ist und wurde, einer kurzen Recherche im Internet zufolge, seinerzeit zu einem Clubhit – kann ich nachvollziehen.

via Route 8