Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Monat: April, 2015

Perc – My Head Is Slowly Exploding (Ancient Methods Remix) (2011)

by vic

„There is no time for rejoicing. We must destroy before we do anything else.“ – Was für eine Ansage! Was für ein Track!

Der Brite Perc alias Ali Wells ist mit seinen einzigartigen experimentellen Industrial-Produktionen zweifelsohne eine internationale Schlüsselfigur des postmodernen Techno, die Genrekonventionen sprengt und neu definiert. Neben seinem eigenen Label Perc Trax findet man seine Releases auf bekannten Labels wie Stroboscopic Artefacts („Tri City“ ist, nebenbei bemerkt, einer meiner momentanen Top-Favoriten), CLR oder Kompakt. Aktuell arbeitet er u.a. mit Adam X im Projekt AX&P zusammen.

Der Name Ancient Methods steht für deutsches Ausnahmetalent, das sich am ehesten noch mit Sandwell District oder den British Murder Boys vergleichen lässt. Die beiden Gründungsmitglieder Michael Wollenhaupt und Conrad Protzmann haben im Übrigen seit einigen Jahren eine Kollaboration mit Urgestein Regis aka Karl O’Connor unter dem Alias Ugandan Methods am Laufen und setzen dadurch ihre Zusammenarbeit auch nach Protzmanns Ausstieg aus Ancient Methods fort.

„My Head Is Slowly Exploding“ entstammt Percs Debütalbum auf seinem eigenen Label Perc Trax, „Wicker & Steel“ aus dem Jahr 2011, auf dem auch dieser bombastische Remix von Ancient Methods zu finden ist. Ein Track, dessen Sound genau dem entspricht, was der Titel verspricht: ein rohes, kraftvolles industrielles Klangfeuer, das uns in die allerdüsterste Ecke des Genres katapultiert, und zwar mitten hinein ins Gefecht der Maschinen. Ganze sieben Minuten dauert die Explosion aus kurzen, gewaltigen Bassschlägen und einem Stahlgewitter, das anschließend noch für ein Weilchen im Kopf nachhämmert – eine neue Definition von „mindblowing“!

Pev & Kowton – End Point (Stenny & Andrea Remix) (2014)

by Kilian

Suchet und ihr werdet finden, das stand schon in der Bibel: Und ich freue mich besonders, dass ich diesen Track wieder gefunden habe, denn bei der Fülle an Musik und Informationen, die ich am Tag digital so um die Ohren geballert bekomme, bin ich froh, dass ich mir merken kann, wie mein eigener Blog heißt.

„End Point“, aus der musikalischen Feder von Peverelist und Kowton – zwei höchst qualitative Vertreter der anspruchsvollen elektronischen Musik auf der Insel – bekommt die Remix-Kur von Stenny und Andrea von unseren lieben Bekannten von Ilian Tape und, wer hätte es gedacht: Qualität trifft auf Qualität und wird von auf Qualität treffender Qualität geremixt – wäre komisch, wenn etwas Schlechtes dabei herauskäme. Die beiden Italiener, deren Sound ich sehr zu schätzen gelernt habe (Ilian Tape eben), verwandeln das Original der beiden Briten in modernen Techno allererster Güte, bei dem die treibende Baseline mit den sphärisch anmutenden Synthies wunderbar kontrastiert und harmoniert, genau so, wie wir es mögen.

via the29nov films

„What happened, Miss Simone?“ – Die Netflix-Doku über Nina Simone verspricht viel

by Kilian

Wenn ihr die Titelzeile dieses Posts lest und euch wundert, ob Nina Simone nun bei der neuesten Staffel GNTM dabei war oder deutschen Schlager macht, dann hört jetzt schlagartig auf zu lesen und klickt hier, hier und hier. Andererseits unterstelle ich meiner werten Leserschaft natürlich einen exzellenten Musikgeschmack – ansonsten wärt ihr ja nicht hier.

Doch in medias res: Unter dem Titel „What happened, Miss Simone?“ veröffentlicht Netflix kommenden Juni eine Dokumentation über das Leben und Wirken einer der überragendsten Sängerinnen, Entertainerinnen und Aktivistinnen des 21. Jahrhunderts und der Trailer dazu verspricht schon einiges. Nina Simone, die von 1933 bis 2003 unter uns weilte, besaß eine Stimme, die mir, unabhängig vom Lied, das sie singt, immer wieder Gänsehaut verschafft. Dieses Timbre, diese unfassbare Wärme und die vor Soul nur so triefende Intonation machen bei Miss Simone wirklich jeden Track zum Erlebnis. Doch dass diese talentierte Dame ihre Kämpfe nicht auf der Bühne, sondern privat und in der Gesellschaft auszutragen hatte und inwiefern diese ihr kreatives Schaffen bis zu Ihrem Tod begleitet haben, genau darauf stimmt der Trailer zur Dokumentation eindrucksvoll ein und Angehörige, Zeitzeugen und Freunde der Jazz-Legende teilen ihre ganz eigenen Anekdoten über eine der vielleicht besten Sängerinnen aller Zeiten.

via FACT

Under your spell: Yan Cook – Ignore

by Kilian

Hypnotic Techno – keine Umschreibung definiert den Sound, den ich persönlich auf dem Dancefloor hören will, besser als diese. Mögen Oldschool House zum lässigen, zugekoksten Cocktailtrinken und Goa zum Acid-befeuerten Eskalieren im Freien passen, so gibt es für mich auf dem Dancefloor nichts besseres als besagten hypnotischen Techno. Brandneu steht hierzu ein echter Kracher in den Startlöchern, der es in sich hat.

„Ignore“ bringt alles mit, was in dieses Subgenre fällt und dieses so wunderbar macht: Richtig schön spulige Synthesizer, eine Kick zum Niederknien und unverkennbares Clubfeeling. Der Ukrainer Yan Cook aus Kiew macht mit dieser Nummer, die just vorgestern über Planet Rhythm veröffentlicht wurde, alles richtig und definitiv Lust auf mehr. Absoluter Qualitätsbummtschack!

via the29nov films

Felix K – Stone Edge (Pär Grindvik Remix) (2014)

by Kilian

Nachdem ich euch hier ja immer wieder etwas von Techno-Qualitätsgaranten erzähle – von denen es in meinen Augen durchaus einige gibt – machen wir heute gleich einmal mit einem solchen weiter. Denn neben den vorhin erwähnten Zenker Brothers fällt auch Rødhåd mit seinem Label Dystopian exakt in diese Kategorie. Neben Rødhåd veröffentlichen unter Anderem weitere überragende Artists wie Recondite, Alex.Do oder Distant Echoes über das Berliner Label, das seit 2012 den elektronischen Musikmarkt bereichert.

Auf DYSTOPIAN005 findet sich, neben einem überragenden Remix von Function für den Track „Patient Zero“ des Labelchefs, die folgende Granate: Der Remix zu „Stone Edge“, den der Schwede Pär Grindvik zum Original von Felix K kreiert hat, transformiert das Ausgangslied in groovigen, modernen Techno, der perfekt auf den Dancefloor passt. Großartige elektronische Musik mit der nötigen Härte, ungemein gut produziert und straight nach vorne. Aber hey – hat man von Dystopian oder Rødhåd etwas anderes erwartet?

via Skiddle

Münchner Kindl: Zenker Brothers – XLR8R Podcast 384

by Kilian

Wenn ihr mich fragt, wird 2015 definitiv das Jahr von Marco und Dario Zenker aus München. Zwei überaus talentierte Brüder, Produzenten und DJs, die mit ihrem eigenen Imprint Ilian Tape formidable Labelarbeit leisten und mit ihrem kompromisslos guten Sound mittlerweile jeden namhaften Club zwischen München und Miami bespielen – wenn Erfolg eine Leiter ist, geht es für die beiden Münchner definitiv straight nach oben. Bester Beweis und eine meiner liebsten Scheiben der vergangenen Monate: Ihr aktuelles Album „Immersion“, aus dem ich euch hier bereits einen Track vorgestellt habe.

Auch ihr neuester Podcast für die Kollegen von XLR8R bildet hierbei keine Ausnahme: Ein komplett mit Vinyl bestrittener Mix, der – laut eigener Aussage – nicht für die „peak-peak time“ gedacht ist, sondern mit einer gekonnten Mischung aus Dancefloor-Krachern und entspannteren, dubbigeren Nummern bestritten wurde. Mit jeder Veröffentlichung der beiden steigt in mir der Wunsch, die Zenker Brothers noch einmal im Club in Aktion zu erleben, denn ihr sehr variabler, teils hypnotischer, teils atmosphärischer aber immer durchweg überzeugender Techno gehört mit zu dem Besten, was momentan aus Deutschland kommt.

Am Ende dieses Beitrags findet ihr das Intro der Zenker Brothers, welches in einem kurzen Gespräch mit XLR8R auf den Podcast einstimmt, den kompletten Mix zum Download, Stream oder RSS-Abo findet ihr hier.

via XLR8R

Musik für den ganzen Körper: Oscar Mulero – Dualistic Concept

by Kilian

Spanien ist schon seit Längerem nicht mehr nur das Land von Sangria, Fußball, Stierkampf und unserem 17. Bundesland, nein, auch ein ganzer Haufen großartiger Produzenten elektronischer Musik und eine riesige, daran hängende Szene stammt von der iberischen Halbinsel. Man denke hierbei beispielsweise an NX1, das Label Suara oder natürlich das Sonàr Festival in Barcelona. Ein weiterer Vertreter des Techno Espanyol: Unser heutiger Gast Oscar Mulero.

Der Tresor-Artist, der bereits seit guten 15 Jahren die internationale Techno-Szene mit seinen Releases unsicher macht und sich bereits seit Anfang der 1990er quer über die Halbinsel gespielt hat, kann sich mit Fug und Recht als einen der besten und einflussreichsten spanischen Acts bezeichnen. Auf seinem neusten Streich, dem Album „Muscle And Mind“, welches bereits digital und ab nächster Woche auch auf Vinyl erhältlich ist und auf PoleGroup releast wird, findet sich „Dualistic Concept“: Ein wunderbares Kontinuum seines markanten Sounds, der mich ohnehin immer wieder umhaut. Dunkel, spulig, hypnotisch – ihr wisst, was ich sagen will. Klickpflicht!

via the29nov films

Wie ein Großer: Fraser McIsaac – Hypnotic Groove Mix #56

by Kilian

Kann man mal machen, meine Freunde: Fraser McIsaac aus dem „wunderschönen“ Glasgow in Schottland, ist läppische 19 Jahre alt und mixt (und produziert) Techno wie – nun ja – wie ein Großer. Der junge Schotte, der in seiner Heimatstadt diverse lokale Events als Resident bespielt, über die ich verständlicherweise recht wenig sagen kann, überzeugt mit seinem neuen Podcast für Hypnotic Groove mit einer Stunde Qualitätstechno hingegen auf ganzer Linie.

Mit Tracks von Kwartz, Dax J oder Hans Bouffmyhre bestückt, macht Mr. McIsaac in seinem mix so einiges richtig und dem Namen der Mixreihe alle Ehre: Hypnotischer Techno ohne Kompromisse, von großartigen internationalen Artists und darüber hinaus auch noch gekonnt gemischt. Laut der Artist-Info bei Soundcloud stehen wohl auch einige eigene Releases seinerseits an, die ich mir auf jeden Fall mal reinziehen und, bei Gefallen, mit euch teilen werde. Bis dahin: Überbrückt diesen hässlichen, regnerischen Tag mit einer Stunde Techno allererster Güte.

via reddit

Open the dungeon: I/Y – Primary

by Kilian

Als ich vor einigen Wochen in Berlin im Berghain war, wie hier ansatzweise beschrieben, war Vril ursprünglich der Act, der mich unbedingt dort feiern lassen wollte. Nach einem überragenden Live-Set seinerseits übernahm Ryan Elliott die Regie im – in meinen Augen – besten Club, den ich jemals besuchen durfte und hat einfach alles abgerissen. Vril in allen Ehren und Marcel Dettmann, der das Closing spielte, sowieso, aber Ryan Elliott hat definitiv für die bleibendsten Erinnerungen gesorgt.

Eröffnet hat dieser sein Set ab 20 Uhr am Sonntagabend mit diesem Track: „Primary“ von I/Y. I/Y, das sind Irakli Kiziria und Yacoub Chakarji aus Berlin, die mit ihrer Beschreibung ihrer Musik als „machine sounds for sensible minds“ den Nagel auf den Kopf treffen. Veröffentlicht wurde „Primary“ im März diesen Jahres im Rahmen ihrer EP „Objection“ auf dem Label Dynamic Reflection (DREF024). Mal wieder (wie auch der Titeltrack der EP) Techno aus der Kategorie „exakt mein Sound“ – treibend, düster, hypnotisch, ideal zum ekstatischen Tanzen zu unmöglichsten Uhrzeiten und einfach nur gut.

via Dynamic Reflection

Delta Funktionen – Onkalo (Karenn Remix) (2013)

by Kilian

Das Fenster bietet Aussicht auf einen verhangenen, grauen Himmel über Regensburg, es regnet, es ist kalt, ich habe weder Zigaretten noch Tabak und die Milch für den nächsten Kaffee ist auch aus. Doch frei nach dem Motto „Techno statt Netto“ lasse ich den Abfuck Abfuck sein, bleibe auf meinem faulen, doch sehr ansehnlichen Hinterteil sitzen und bediene mich am unendlichen Fundus des Internet.

In der besten musikalischen Facebookgruppe aller Zeiten, the29nov films, die schon aufgrund ihrer schieren Größe und Postfrequenz oft zu meinen Quellen zählt – selbst wenn ich jeden Tag fünf Posts daraus beziehen würde, würden mir täglich doppelt so viele geniale Tracks entgehen – treibe ich ja bekanntlich liebend gern mein Unwesen und verbringe meine Zeit damit, die echten Perlen für euch herauszufiltern. Heute auf dem Programm: Delta Funktionen. Niels Luinenburg, wie der niederländische Wahlberliner richtig heißt, macht bereits seit 2008 die internationale Szene unsicher und hat in dieser Zeit seinen eigenen Sound aus Einflüssen von Chicago House, Detroit Techno oder Acid geformt, was ihm zahlreiche Releases auf Delsin Records oder Ann Aimee eingebracht hat. Seinen Track „Onkalo“ aus dem Jahr 2013 präsentiere ich euch im Remix von Karenn aka Blawan und Pariah, zu denen ich hoffentlich nichts mehr sagen muss. Wenn doch: Karenn. Bombiger Techno. Anhören!

via the29nov films