Backinthedaze.

Livin' la vida locker easy.

Monat: März, 2015

Schmatzkarte – „The Best Places in Berlin – A Map“ by Stil in Berlin

by Kilian

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Auch wenn natürlich jeder moderne (Berliner) Opinion Leader, Journalist, Online-Restaurant-Kritiker, Yelp-Rezensionen-Schreiber, Hobbyphilosoph, Foodie oder Blogger den absoluten Geltungsanspruch seines (kulinarischen) Geschmacks als einzig wahren Glauben vertritt und mit missionarischem Eifer in die Welt blöken will – yours truly inllusive – so kann man es doch nicht verschmähen, wenn großartige Geheimtipps aus der großartigsten Stadt Deutschands in einem großartigen, simplen Design zur Verfügung gestellt werden.

Stil in Berlin, ist der Blog der Autorin Mary Scherpe, die sich – mit einem kulinarischen Fokus – mit allen schönen Dingen des Lebens in Berlin beschäftigt und unter Anderem bereits für Highsnobiety ein fortlaufendes Feature über Berlins Restaurant- und Street-Food-Szene beigesteuert hat. In einem reduzierten und dennoch farbenfrohen Design wurde nun eine Karte für die Bundeshauptstadt veröffentlicht, in der ein möglichst genauer Überblick über die Leckerbissen der Spreemetropole gegen werden soll. Auf der Karte, die den bescheidenen Titel „The Best Places in Berlin“ trägt, zeigt neben bekannteren Locations wie dem Dao Deli auf der Kantstraße auch eine ganze Menge Geheimtipps, die die kulinarische Erfahrung in der Hauptstadt sicherlich bereichern werden.

Erhältlich ist die Karte von Stil in Berlin für den schmalen Taler von 9,90€ genau hier.

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via Highsnobiety

FJAAK – Plan A (2014)

by Kilian

Heidewitzka, ein feines Fundstück, was mir das Internet da heute in die Timeline drapiert hat! Wer hätte es gedacht – Techno aus Deutschland. Doch nicht etwa irgendwelche Allgemeinplätze oder Totgehörtes , sondern frischer, neuer, junger Techno von einem Trio aus Berlin, von dem wir in den kommenden Monaten und Jahren sicherlich noch einiges hören werden.

Mit ihrem neuesten Streich, dem Signing der drei Klangbastler beim Label 50WEAPONS von Modeselektor, stellen Letztere nicht nur ihr großartiges Gespür für neue Talente unter Beweis sondern bestätigen auch die hohe Erwartungshaltung von Hörern und Kritik an das Trio aus der Hauptstadt. FJAAK – Name und Musik haben mir auf Anhieb gefallen, denn die Beschreibung der drei und ihrer Musik als „futuristic minds […] with already nostalgic feelings“ trifft vollends zu. „Plan A“ von ihrem ersten Release auf 50WEAPONS ist perfekter Sound für den Club, der das ohnehin schon großartige Portfolio des Labels mit Sicherheit adäquat erweitern wird.

Wer die sympathischen Jungs von FJAAK und ihre Philosophie und Einstellung zur Musik ein wenig besser kennen lernen will, dem sei das „Slices: New Faces“-Feature von Electronic Beats wärmstens ans Herz gelegt, über das auch ich heute auf diese Künstler gekommen bin:

via Electronic Beats

Hipstory – Große Persönlichkeiten der Weltgeschichte treffen Berlin-Mitte

by Kilian

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Der vegan lebende Ché Guevara holt gemeinsam mit dem bekennenden Shoegaze-Fan Mao Zedong Modebloggerin Angela Merkel mit einem Coconut Water in der Hand von einer Strictly-Guestlist-Fashion-Release-Party in einem Pop-Up-Store in der Nähe von JFK’s Penthouse ab, damit bei der nächsten gemeinsamen Veranstaltung auch die Sneakerheads Lenin und Ben Gurion auf ihre Kosten kommen und man zu passender Stunde Nelson Mandela im Sisyphos lauschen kann – weirde Vorstellung.

Doch irgendwie schafft es der israelische Zeichner und Illustrator Amit Shimoni, diese weirde Illusion in absolut sympathische Illustrationen zu verpacken. Dafür transportiert er einflussreiche Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts in hipstereskes Ambiente und macht große Entscheidungsträger ein bisschen menschlicher.

The history of the last century is heavily defined by its prominent figures – the main leaders who shaped the course of history. I often find myself imagining a world where some of these leaders are less interested in influencing lives, and more focused on their own persona.

Imagine Gandhi obsessing about his looks, and not about releasing India from the British rule? Or Abraham Lincoln searching for a hip bar, instead of abolishing slavery? Although all of these great leaders were a part of a collective identity, they were all still unique and innovative in their own way.

MAHATMA GANDHI

MAHATMA GANDHI

MAO ZEDONG

MAO ZEDONG

CHÉ GUEVARA

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Düster, bedrohlich, Token: Tadeo – Apollo 7

by Kilian

Ein weiterer neuer Release, der mir auf meiner Recherche begegnete, hat meine Aufmerksamkeit besonders erregt: Aus der belgischen Technoschmiede Token Records, die die Fahne des unbarmherzigen, brachialen, dunklen Techno hochhalten und ihre Qualität Release für Release aufs Neue unterstreichen. Artists wie Inigo KennedyRødhåd oder Ø [Phase] prägen das musikalische Portfolio des Labels, womit sich die Belgier definitiv zu einem meiner Lieblinge gemausert haben.

Unter seinem Alias Tadeo bringt der Spanier Miguel Sar mit seiner EP „Terra Incognita“, seinem ersten Release auf Token, eine Scheibe genau für den Dancefloor und mit der besonderen Token-Note. „Apollo 7“, der Opener auf der Flipside der sechs Tracks starken EP, ist ein überragender Technotrack, der bei entspannten 130 bpm, spuliger Atmosphäre und erstklassiger Produktion vom Start weg überzeugt.

via Token Records

A bow to Aphex Twin: AFX – Every Day (Drew Lustman Cover)

by Kilian

Ich bin beeindruckt: Dass Richard David James, besser bekannt als Aphex Twin oder AFX, als einer der bedeutendsten, komplexesten und experimentellsten elektronischen Künstler der letzten 20 Jahre akustische Tribute in Form von Coversongs verdient hat, steht außer Frage. Dass diese Coverversionen den Anspruch auf eine ähnliche hohe Qualität wie die Originale des Briten haben, ebenfalls. Dass diese Songs diesen Anspruch auch erfüllen, eher weniger.

Doch Drew Lustman aka FaltyDL aus New York City macht mit seiner musikalischen Verbeugung zu Mr. James alles richtig und transportiert das treibende Breakbeatexperiment aus dem Jahre 1995 auf eine neue Ebene. Das markante Vokalsample des Originals wird durch eine Kinderstimme ersetzt und heraus kommt eine entschleunigte, sphärische Version von „Every Day“, die dem musikalischen Opus von Aphex Twin alle Ehre macht.

via FACT

The Glorious Bastard’s back: Earl Sweatshirt & Action Bronson – Warlord Leather

by Kilian

Nachdem zwei der renommiertesten und am meisten gefeierten zeitgenössischen Rapper in der vergangenen Woche ihre neuen Alben releasten – „Mr. Wonderful“ und „I Don’t Like Shit, I Don’t Go Outside“ – und dabei ein Produzent besonders im Rampenlicht steht, der für beide exzellente Beats beigesteuert hat, erscheint es nur sinnvoll, dass sich Action Bronson, Earl Sweatshirt und The Alchemist für das überragende Feedback zu ihrem Opus bei ihren Fans bedanken.

Der legendäre Produzent von der West Coast, das sympathischste Rap-Schwergewicht seit Biggie Smalls und der junge Wilde von Odd Future bilden ein Trio, das perfekt harmoniert: Die heilige Dreifaltigkeit des realen Raps 2015 verwandelt auch diesen Qualitätsbeat aus dem Hause Alchemist, der von wunderbar roughen Percussionsounds und Gitarrensound mit doomiger Stimmung getragen wird, in Hip Hop allererster Güte.

via The Fader

Daze – Drag Ball (2014)

by Kilian

Wochenende, wo bist du? Die vergangenen 72 Stunden vergingen mal wieder viel zu schnell, aber naja, ihr kennt das: Nur fünf Tage, dann ist alles wieder im Lot. Um diese Woche musikalisch adäquat einzuleiten und euch gleichermaßen auch gut durch die anstehenden, regnerischen Apriltage zu bringen, hab ich ein wirklich formidables Fundstück aus dem Internet für euch.

Nicht nur, dass mein Weirdo-Hirn bei dem großartigen Namen des Labels – Lobster Theremin – einen Freudensprung macht, auch der australische Produzent Daze überzeugt auf dem zweiten White-Label-Release des Imprints aus London durch seinen einzigartigen Sound auf ganzer Linie. Der Opener der EP, „Drag Ball“ vermischt auf beeindruckende Weise Synthesizer- und Melodiespuren aus der House/Ambient-Richtung mit scheppernden, technoiden, acidesken (?) Hi-Hats und Snares, die das den Namen „Lips“ tragende Release aus dem vergangenen Jahr exquisit einläuten.

via reddit

Dario Zenker – Growin (2013)

by Kilian

Für den adäquaten Soundtrack zum anstehenden Samstagabend bedienen wir uns wieder bei unseren lieben Freunden aus München: Ilian Tape. Das Label der Zenker Brothers, von denen ihr hier ja schon des Öfteren etwas auf die Ohren bekommen habt, zählt – wie der Sound der beiden Brüder – für mich zu den ersten Adressen in der deutschen Technolandschaft.

Neben ihrer gemeinsamen Tätigkeit sind beide Brüder auch als Produzenten aktiv und bewegen sich auch hier auf Höchstniveau. Dario und Marco Zenker begeistern beide mit der richtigen Mischung aus Kontinuität gegenüber ihrem regulären Sound und der gekonnten eigenen Note. „Growin“ aus dem Jahr 2013 ist ein weiterer Beweis dafür, dass der berühmt-berüchtigte „German Techno“ nach wie vor ein echter Qualitätsgarant ist.

via reddit

Dr. Wahnsinn am Mic: Architekt feat. Lakmann – Verwahrloste Lines

by Kilian

Man muss sie einfach lieben: Deutschraps Untergrundhelden, die die Fahne hochhalten und mit unabhängiger, dreckiger, authentischer Musik die Szene konstant bereichern. Zwei dieser MCs, die seit Jahren ihren Status Dope halten und dennoch im kollektiven bundesdeutschen Hip-Hop-Verständnis oft die hinteren Plätze einnehmen sind Architekt und Lakmann von Witten Untouchable respektive Creutzfeldt & Jakob (back in the days).

Mit dieser ihrer vergangene Woche erschienenen 16Bars.tv-Premiere „Verwahrloste Lines“ unterstreichen die beiden nur aufs Neue ihren Status als unterschätzte MCs und halten es echt. Ein perfekt gepickter, roher Beat der alten Schule aus dem Hause Mantineobeats, böse Cuts von DJ A-Min und die perversen Bars der beiden Rapper – explosive Mischung und schonungslos dope.

via Juice

Down with David: Keinemusik Radio Show 27.03.2015 by David Mayer

by Kilian

Frisch zurückgekehrt von seiner Australientour, noch mit Sand zwischen den Zehen und Koalascheiße am Schuh, springt David Mayer umgehend in die Mixing-Booth, um jetzt und hier die aktuelle Radio Show rauszulassen. Alle Leute mit Fernweh – einschalten. (Alle anderen auch)

Alle zwei Wochen releast eins der innovativsten und variabelsten Labels der deutschen elektronischen Musiklandschaft, Keinemusik, seine Radioshow via Soundcloud und kein anderes Label hält dabei eine konstant so hohe Qualität wie die Jungs aus Berlin. Die Crew um alte Bekannte wie Rampa oder &ME enttäuscht mit ihrem Podcast – um ehrlich zu sein – nie. Auch die aktuelle Ausgabe von David Mayer reiht sich nahtlos in diese Serie ein: Eine Stunde ausgefallener House mit Hirn, nach dem altbewährten Rezept ihrer Radioshow bestehend aus aktuellen, anstehenden und vergangenen Releases, persönlichen Favoriten und einfach guter Musik.

via Keinemusik